Die weiter steigenden Corona-Infektionen in den USA und in Europa dürften die Stimmung an der Wall Street am Montag deutlich eintrüben. Eine knappe Stunde vor dem Start taxierte der Broker IG den Dow Jones Industrial mit 1,20 Prozent im Minus auf 27 996 Punkte. Unter 28 000 Punkte stand der US-Leitindex zuletzt Anfang Oktober.

Ende letzter Woche hatte noch die leise Hoffnung vorgeherrscht, dass ein weiteres Corona-Hilfspaket zur Stützung der Wirtschaft noch vor den US-Wahlen Anfang November verabschiedet werden könnte. Diese Zuversicht schwand zuletzt zusehends: Die Sprecherin des Repräsentantenhauses Nancy Pelosi und US-Finanzminister Steven Mnuchin brachen ihre Gespräche erst einmal ab und beschuldigten sich gegenseitig, im Nachhinein "die Verhandlungsregeln geändert zu haben". Die Anleger dürften zu Beginn der neuen Woche deutlich risikoscheuer agieren, resümierten Experten des Analysehauses RBC.

Die chinesische Regierung verkündete derweil nach dem Verkauf neuer US-Waffen an Taiwan Sanktionen gegen US-Firmen. "Wir werden Sanktionen gegen US-Unternehmen verhängen, die an den Waffenverkäufen beteiligt sind", sagte Zhao Lijian, ein Sprecher des Pekinger Außenministeriums. Zu diesen Unternehmen gehörten Lockheed Martin , Raytheon Technologies und Boeing Defense. China habe bereits mehrfach darauf hingewiesen, dass die Waffenverkäufe an Taiwan das Ein-China-Prinzip ernsthaft untergraben, so der Sprecher weiter. Die Aktien der betroffenen US-Konzerne büßten im vorbörslichen US-Handel zwischen ein und zwei Prozent ein.

Unter den weiteren Einzelwerten stiegen die Papiere von Otis Worldwide vorbörslich um rund ein Prozent. Der Aufzughersteller hatte im dritten Quartal in puncto Umsatz und Gewinn die Erwartungen übertroffen und rechnet für das letzte Jahresviertel mit einem Anstieg der Auslieferungen./la/jha/

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AXC0186 2020-10-26/13:55

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