Die Wiener Börse hat am Donnerstag fester geschlossen. Der ATX legte um 0,91 Prozent auf 2993,42 Punkte zu. Marktbeobachter verwiesen auf eine positive internationale Anlegerstimmung als Unterstützungsfaktor für den österreichischen Aktienmarkt. Die Aussicht auf ein zwei Billionen US-Dollar schweres Konjunkturhilfsprogramm in den USA in der Coronakrise beflügelte die europäischen Leitbörsen und die Wall Street.

In Wien eroberten die Aktien vom Flughafen Wien (plus 4,7 Prozent), UBM (plus 4,1 Prozent) und EVN (plus 4,0 Prozent) die Spitzenplätze auf der Kursliste. Am anderen Ende büßten Marinomed, Semperit und Polytec zwischen 2,5 und 3,2 Prozent an Kurswert ein.

Bei den OMV-Anteilsscheinen gab es einen Kursgewinn in Höhe von zwei Prozent zu beobachten. Der OMV-Konzern hat Ende vergangenen Jahres mehr Öl und Gas gefördert und damit wieder das Niveau von Anfang 2020 erreicht. Die Borealis-Aufstockung brachte zudem 1,6 Milliarden Euro Sondereffekt im Ergebnis, 1,3 Milliarden operativ und 0,3 Milliarden aus Steuersynergien.

Agrana-Anteilsscheine steigerten sich um 1,8 Prozent. Der Frucht-, Stärke- und Zuckerkonzern machte mit Bioethanol und Zucker bessere Geschäfte als im Vorjahr. Das hat den Konzerngewinn nach den ersten drei Quartalen des Geschäftsjahres 2020/21 um ein Viertel auf 53,8 Millionen Euro steigen lassen. Der Umsatz legte dabei um 4,6 Prozent auf 1,97 Milliarden Euro zu.

Die schwergewichteten Bankenwerte schlossen ebenfalls mit positiven Vorzeichen. Die Aktionäre der Bawag konnten ein Plus von 1,7 Prozent verbuchen. Erste Group schlossen mit plus 0,6 Prozent. Raiffeisen Bank International verteuerten sich um vergleichsweise moderate 0,2 Prozent.

Erneut gemieden wurden von den Anlegern die Aktien Schoeller-Bleckmann, die Papiere sanken um weitere 1,3 Prozent. Bereits am Vortag hatten die Papiere des niederösterreichischen Ölfeldausrüsters nach einer negativeren Analystenmeinung um mehr als fünf Prozent an Wert eingebüßt./ste/sto/APA/fba

 ISIN  AT0000999982

AXC0332 2021-01-14/18:17

Copyright dpa-AFX Wirtschaftsnachrichten GmbH. Alle Rechte vorbehalten. Weiterverbreitung, Wiederveröffentlichung oder dauerhafte Speicherung ohne ausdrückliche vorherige Zustimmung von dpa-AFX ist nicht gestattet.