Riad laut CNN vor Eingeständnis zu Tod von Khashoggi

Istanbul - Saudi-Arabien steht einem Medienbericht zufolge vor dem Eingeständnis, dass der verschwundene Journalist Jamal Khashoggi bei einem schief gelaufenen Verhör ums Leben gekommen sei. Ein entsprechender Bericht sei in Arbeit, berichtete der US-Sender CNN am Montag unter Berufung auf zwei namentlich nicht genannte Personen. Darin dürfte einem der Insider zufolge erklärt werden, dass der Einsatz ohne Genehmigung erfolgt sei und dass die Verantwortlichen zur Rechenschaft gezogen würden. Unterdessen hatten türkischen Diplomatenkreisen zufolge türkische Polizisten gemeinsam mit saudi-arabischen Ermittlern das Konsulat in Istanbul in der Nacht auf Dienstag durchsucht. Khashoggi ist seit einem Besuch der saudi-arabischen Vertretung in Istanbul am 2. Oktober verschwunden.

May und Tusk vor EU-Gipfel zu Brexit uneinig

Brüssel - Trotz des jüngsten Rückschlags bei den Brexit-Verhandlungen halten Großbritannien und die Europäische Union eine Einigung immer noch für denkbar. Bereits beim EU-Gipfel am Mittwoch will sich die britische Premierministerin Theresa May mit den anderen 27 EU-Staats- und Regierungschefs dazu an einen Tisch setzen. EU-Ratspräsident Donald Tusk warnte in seinem Einladungsschreiben zu dem Gipfel jedoch, ein Brexit ohne Abkommen sei "wahrscheinlicher denn je". May selbst zeigte sich hingegen optimistisch. Die Konturen eines Austrittsabkommens seien nun klar.

Regierung in Rom verabschiedete rechtzeitig Haushaltsplan 2019

Rom - Nach hektischen Verhandlungen hat die Regierung in Rom das Haushaltsgesetz 2019 verabschiedet, das jetzt der EU-Kommission vorgelegt werden muss. Die Regierungsparteien verabschiedeten auch ein Steuer- und ein Entbürokratisierungspaket, teilte Premier Giuseppe Conte mit. Steuererhöhungen sind keine vorgesehen. 1,3 Milliarden Euro in drei Jahren will die Regierung dank niedrigeren Ausgaben für die Flüchtlingsversorgung ausgeben. 100 Millionen Euro sollen der Familienpolitik dienen. Die Frist für das Einreichen des Haushaltsplans lief Montag Mitternacht ab.

Microsoft-Mitbegründer Paul Allen an Krebs gestorben

Redmond - Der US-Unternehmer und Microsoft-Mitbegründer Paul Allen ist tot. Der 65-jährige Milliardär starb am Montag an den Folgen einer Krebserkrankung, wie seine Familie mitteilte. Allen hatte Microsoft 1975 zusammen mit Bill Gates gegründet, 1983 verließ er den Software-Giganten. Mit einem geschätzten Vermögen von mehr als 20 Mrd. Dollar (17,27 Mrd. Euro) gehörte Allen zu den reichsten Menschen der Welt.

Jemens Präsident entließ Premier - UNO: Millionen von Hunger bedroht

Sanaa - Der jemenitische Präsident Abd Rabbo Mansour Hadi hat Regierungschef Ahmed bin Dagher entlassen. Dagher müsse seinen Posten räumen, weil seine Regierung im Kampf gegen die Wirtschaftskrise und das Leiden der Bevölkerung versagt habe, erklärte der Staatschef am Montag. Zum neuen Regierungschef ernannte der Staatschef den bisherigen Infrastrukturminister Maeen Abdulmalik Saeed. Die UNO warnt indes vor einer Verschärfung der Hungersnot: Sollte sich die Lage im Jemen nicht ändern, könne die Zahl der vom Hunger bedrohten Menschen um weitere 3,5 Millionen auf zwölf Millionen anwachsen.

Geiselnehmer töteten weitere Rote-Kreuz-Mitarbeiterin in Nigeria

Abuja - Radikalislamische Geiselnehmer haben in Nigeria die zweite von drei entführten Rote-Kreuz-Mitarbeiterinnen ermordet. Der nigerianische Informationsminister Lai Mohammed sagte am Montag, die Regierung sei schockiert, dass die Frau getötet worden sei. Eine Splittergruppe der Terrororganisation Boko Haram hatte Anfang März drei Rot-Kreuz-Mitarbeiterinnen entführt. Eine von ihnen war bereits im September hingerichtet worden. Das Schicksal der dritten Mitarbeiterin und das eines christlichen Schulmädchens, das im Februar entführt worden war, ist weiter ungewiss.

Geiselnahme auf Kölner Hauptbahnhof - Papiere eines Syrers gefunden

Köln - Die Polizei hat am Montag eine Geiselnahme im Kölner Hauptbahnhof beendet und eine Frau aus der Gewalt des Täters befreit. Der bewaffnete Täter hatte einen Molotowcocktail im Schnellrestaurant gezündet und sich dann mit einer Geisel in der Apotheke verschanzt. Nach den dramatischen Stunden mit vier Verletzten prüfen die Ermittler unter anderem einen möglichen terroristischen Hintergrund der Taten. Am Tatort wurden unterdessen Papiere eines 55 Jahre alten Syrers gefunden.

BVT-Ausschuss: Lansky und Belastungszeugen geben Auskunft

Wien - Im BVT-Untersuchungsausschuss sind am Dienstag erstmals Belastungszeugen als Auskunftspersonen geladen. Bei einem der beiden wird vermutet, dass er das ominöse Dossier voller Vorwürfe gegen Mitarbeiter des BVT verfasst hat, das Basis der Affäre ist. Beide hatten im Ministerbüro ihre Vorwürfe berichtet, ehe sie vor der Staatsanwaltschaft aussagten. Dritte Auskunftsperson ist Anwalt Gabriel Lansky. BVT-Beamte sollen widerrechtlich beschaffte Daten seiner Kanzlei nicht wie vorgeschrieben zurückgegeben bzw. gelöscht, sondern aufbewahrt und weiterverwendet haben.

hel/mf

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