"Law and Order"-Präsident Trump kündigt hartes Vorgehen an

Washington - US-Präsident Donald Trump hat angesichts der Ausschreitungen bei den Anti-Rassismus-Protesten ein hartes Vorgehen gegen Randalierer angekündigt und den Einsatz der Armee angedroht. In einer Rede im Rosengarten des Weißen Hauses sagte Trump, er werde Soldaten entsenden, sollten die betroffenen Städte und Bundesstaaten nicht die notwendigen Maßnahmen ergreifen. In Washington setzten die Sicherheitskräfte am Montagabend (Ortszeit) Tränengas und drängten Demonstranten gewaltsam zurück. Präsident Trump posierte daraufhin vor einer Kirche für ein Pressefoto.

EU und Großbritannien beginnen wichtige Verhandlungsrunde

London/Brüssel - Die Europäische Union und Großbritannien beginnen am Dienstag die vierte Verhandlungsrunde über ein Handels-und Partnerschaftsabkommen nach dem Brexit. Unterhändler beraten die ganze Woche per Videokonferenz. Diese Runde gilt als besonders wichtig, weil noch im Juni das wichtige Thema Fischereirechte geklärt und dann eine Zwischenbilanz der Gespräche gezogen werden soll. Großbritannien ist Ende Jänner aus der EU ausgetreten. Bis Ende des Jahres gilt eine Übergangsphase, in der das Land noch zum Binnenmarkt und zur Zollunion gehört.

Frankreich lockert Corona-Beschränkungen

Paris - In Frankreich werden am Dienstag wegen dem Coronavirus eingeführte Beschränkungen weiter gelockert. Dazu gehört die Öffnung von Restaurants und Cafés, die Sicherheitsbestimmungen befolgen müssen. Im Pariser Großraum, der schwerer von der Covid-19-Pandemie getroffen ist, darf aber nur auf den Außenterrassen gegessen und getrunken werden. Es fällt auch die bisherige Regelung weg, wonach Reisen mit mehr als 100 Kilometer Entfernung vom Wohnort nur mit triftigem Grund möglich sind.

Deutsche Koalitionsparteien beraten über Konjunkturpaket

Berlin - In Deutschland beraten die Spitzen von CDU, CSU und SPD heute, Dienstag, über ein Konjunkturpaket im Volumen von bis zu 100 Milliarden Euro. Durch gezielte Maßnahmen soll die Wirtschaft nach der Coronakrise wieder angekurbelt werden. Im Gespräch sind Kaufprämien für Autos, Finanzhilfen für Kommunen, ein Kinderbonus von mehreren hundert Euro für Familien und Milliardenhilfen für weitere Branchen. Umstritten ist vor allem, ob Kaufprämien für Autos auch für Verbrennermotoren gelten sollen. Die SPD-Spitze lehnt dies ab.

Laut "SZ" antisemitische Widmung von Strache aufgetaucht

Wien/München - Der frühere Vizekanzler Heinz-Christian Strache hat offenbar Anfang der 1990er-Jahre antisemitische Äußerungen handschriftlich in ein Buch geschrieben. Dabei habe er Juden als "Gegner" und "machtlüstern" bezeichnet, berichtet die "Süddeutsche Zeitung". Strache teilte der Zeitung über seinen Anwalt mit, er könne sich weder an das Buch noch an eine solche Widmung erinnern. Er würde sich aber "ohne Einschränkungen von dessen Aussagen distanzieren", wenn das Buch tatsächlich den "skizzierten judenfeindlichen Gehalt aufweist", so der Ex-FPÖ-Chef.

Grasser-Prozess geht nach der Corona-Pause weiter

Wien - Am Dienstag geht der Grasser-Prozess nach der Coronavirus-Pause mit dem 139. Verhandlungstag weiter. Verhandelt wird weiterhin im Großen Schwurgerichtssaal des Wiener Straflandesgerichts, nun allerdings unter den mittlerweile üblichen Sicherheitsmaßnahmen. Der Prozess hat am 12. Dezember 2017 begonnen. Zuletzt wurde am 20. Februar 2020 verhandelt. Einige Gerichtstermine waren dann wegen Erkrankungen ausgefallen, ab 16. März wurde der Gerichtsbetrieb wegen des Coronavirus auf ein Minimum heruntergefahren.

Laudamotion-Piloten wollen am Dienstag demonstrieren

Wien/Schwechat - Nach dem bisherigen Scheitern der KV-Verhandlungen bei Laudamotion wollen die betroffenen Piloten und Flugbegleiter am Dienstag mit einer Demonstration in Wien auf ihre verzweifelte Lage aufmerksam machen. Dadurch soll es vielleicht doch noch zur Einigung zwischen der Gewerkschaft vida und der Wirtschaftskammer kommen und die Schließung der Lauda-Basis in Wien abgewendet werden. Sollte es tatsächlich zur angekündigten Schließung der Lauda-Basis kommen, würden rund 500 Leute ihre Jobs verlieren.

Restart der Fußall-Bundesliga nach dreimonatiger Corona-Pause

Wien - Nach drei Monaten Pause wegen der Corona-Pandemie setzt die österreichische Fußball-Bundesliga am Dienstag ihren Spielbetrieb fort. Los geht der 23. Spieltag mit den ersten drei Spielen der Qualifikationsgruppe. Dabei trifft die Wiener Austria auf die Admira (20.30 Uhr), schon davor matchen sich Mattersburg und Altach sowie WSG Tirol und St. Pölten (beide 18.30). Am Mittwoch empfängt Titelverteidiger Salzburg dann im ersten Schlager der Meistergruppe Rapid. Zuschauer sind zu den Ligaspielen - zumindest vorerst - nicht zugelassen.

pn

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