Die 0:2-Heimniederlage in der Europa League gegen West Ham United (Spielbericht) wurde im Nachhinein nüchtern bewertet. Gegen einen Premier-League-Klub dieser Klasse kann man verlieren, so der Tenor. Sportchef Zoran Barisic ließ sich nach dem Schlusspfiff hinreißen, von einer "braven Leistung" zu sprechen. Mehr war es jedoch nicht. Interessanter wurde es dann schon, als der sportliche Leiter über das ständig läutende Telefon und viele Gespräche plauderte. Die Trainerfrage sorgt nicht nur bei ihm für Stress, sondern auch für viel Spannung im Umfeld. Wie viele Namen noch auf der Liste stehen, will "Zoki" natürlich nicht verraten, trotzdem schränkt er bei "Servus TV" ein: "Das werde ich nicht verraten, aber die Liste ist schon sehr verkürzt im Moment", lässt Barisic aufhorchen. "Wenn wir uns dann entschieden haben, werden wir das kundtun. Den Zeitrahmen kann ich auch nicht sagen. Wir haben immer betont, dass wir uns nicht unter Zeitdruck setzen lassen." Ob sich die Entscheidung somit bis in die Winterpause zieht oder ob schon vorher ein neuer Trainer bestellt wird, bleibt somit offen. "Wir wollen eine vernünftige Lösung herbeiführen. Das ist keine Bauchentscheidung, sondern wir müssen uns hundertprozentig damit identifizieren. Im Hintergrund finden viele Prozesse statt. Man zieht nicht einfach einen Namen und präsentiert ihn dann, sondern das muss aus vollster Überzeugung passieren." Hierbei muss jedes Detail beachtet werden, um die bestmögliche Lösung für den Verein zu finden. Was Barisic definitiv bestätigen kann, ist, dass es sich um eine externe Lösung handeln wird und nicht um eine, die bereits im Verein verankert ist. Die nächsten Tage und Wochen werden nicht ruhiger werden. Doch der Sportdirektor hat sich längst mit seiner Rolle abgefunden. "In meiner Position machte ich nichts anderes, als permanent Gespräche zu führen, nicht nur aktuell in der Trainersituation, sondern auch in der Vorbereitung, was Spieler oder das Basteln einer neuen Mannschaft betrifft. Arbeit wird es immer geben."