Will man es kurz auf den Punkt bringen, könnte man sagen, dass der Kurs der Beiersdorf-Aktie zwischen den Einstufungen „sicherer Hafen“ und „lahme Ente“ eingeklemmt ist. Die Aktie brach Ende Februar als Reaktion auf eine die Anleger und Analysten enttäuschende Prognose für das laufende Jahr ein. Aber sofort nach diesem Einbruch begann der Kurs zu steigen. Und das monatelang, bis Beiersdorf Anfang September, nachdem mit 117,25 Euro ein neues Rekordhoch erreicht wurde, in eine Konsolidierung überging.

Dabei stieg die Aktie, die mit einem hohen Kurs/Gewinn-Verhältnis und einer unter einem Prozent liegenden Dividendenrendite im Vergleich zu andren DAX-Titeln sehr unattraktiv wirkt, nicht trotz der mageren Perspektive stagnierender Gewinne, sondern gerade deswegen. Das klingt im ersten Moment absurd. Aber die Anleger sahen stabil gehaltene Gewinne zu Jahresbeginn wie eine Versicherung an, denn damals standen die Gewinne vieler anderer Unternehmen deutlich unter Druck. Diese „Versicherungsprämie“ hat Beiersdorf im Zuge der Korrektur der vergangenen knapp drei Monate abgebaut. Geht es jetzt noch weiter abwärts?

Anlageidee der Societe Generale