Der Autobauer BMW bleibt bei seiner abwartenden Haltung rund um die Antriebsart der Zukunft. "Alles auf eine Karte zu setzen, das ist aus meiner Sicht unternehmerisch nicht klug", verteidigte Vorstandschef Harald Krüger den Kurs des Dax -Konzerns rund um den Elektroantrieb auf der Hauptversammlung am Donnerstag in München. Es gebe nicht die eine passende Lösung für alle Anforderungen. "Deshalb werden verschiedene Antriebsformen nebeneinander bestehen", sagte er.

Die Autobauer BMW und auch Daimler stellen sich mit ihrer flexiblen Haltung in der Branche gegen Volkswagen -Chef Herbert Diess, der den Fokus auf rein batterieelektrisch angetriebene Fahrzeuge auch im Kurs der Politik verankert sehen möchte. Das hatte im Autobranchenverband VDA vorübergehend zu öffentlichem Streit geführt.

BMW und Daimler setzen verstärkt auf die sogenannten Hybridantriebe - eine Mischform aus Verbrenner- und Elektroantrieb. Die beiden Premiumhersteller haben ihre große Stärke bei den gewinnträchtigen schweren Luxuskarossen, die vor allem als Dienstwagen verkauft werden. Beide wollen sich die künftigen Hauptantriebstechnologien weitgehend offen halten. "Technologische Offenheit ist entscheidend, um auf die regulatorischen Anforderungen und Kundenwünsche in verschiedenen Märkten vorbereitet zu sein", sagte Krüger./men/jha/

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AXC0104 2019-05-16/10:20

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