Im Vorfeld der am 7. November auf den Tisch gelegten Bilanz des dritten Quartals hatten die Marktteilnehmer den Kurs der Commerzbank-Aktie an die massive Widerstandszone 5,93/6,08 Euro gezogen, in der Hoffnung, dass das Zahlenwerk gut genug sein würde, um der Aktie zum Befreiungsschlag aus der seit August das Geschehen dominierenden Seitwärtsspanne zu verhelfen. Aber ein Blick auf den Chart zeigt schon: Da hatte man sich verhoben. Die Commerzbank reduzierte im Zuge dieser Bilanz ihre Prognose für den Konzern-Jahresüberschuss 2019. Jetzt sieht man diesen unter dem des Vorjahres, zuvor war man noch von einer leichten Steigerung ausgegangen.

Das war enttäuschend genug, um die Akteure davor abzuhalten, den Ausbruch zu versuchen, man hätte wenigstens ein "es hätte schlimmer kommen können" gebraucht, um an einem derart markanten Widerstandsbereich wie dem um sechs Euro, der, wie sie im Chart sehen, bis in den Februar zurückreicht, vorbei zu kommen. Die Aktie drehte sang- und klanglos wieder nach unten, aber:

Inmitten einer breiten Handelsspanne

So schwach, dass das bärische Lager die Aktie an oder sogar unter die Unterstützungszone, die durch das Rekordtief vom August und dessen Test im Oktober bei 4,66/4,69 Euro entstanden war, hätte drücken können, war die Bilanz auch wieder nicht. Der Abgabedruck verlor sich relativ bald und deutlich oberhalb dieser entscheidenden Unterstützungszone.

Seither läuft die Commerzbank-Aktie inmitten dieser Handelsspanne zwischen 4,66 und 6,08 Euro seitwärts. Und mit Blick auf den relativ großen Abstand von derzeit etwa 10 bis 15 Prozent zu den jeweiligen Begrenzungen dieser Handelsspanne besteht eine realistische Chance, dass die Aktie in dieser Handelsspanne bis zum Laufzeitende des hier vorgestellten Inline-Optionsscheins am 17. Januar 2020 verbleibt.

 

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