London (ots/PRNewswire) - * Zufällig entdeckte Dokumente im Landesarchiv bilden Grundlage für
neue Berufung

* Wissenschaftliche chemische Analyse der Tinte zur 'Aktenvernichtung' datiert Dokumente im zulässigen Restitutionszeitraum

* Potenzial für weitere, ähnliche Verfahren, sofern zugunsten des Klägers entschieden wird

Kurz vor dem Gedenken an den 75. Jahrestag des fehlgeschlagenen Attentats auf Adolf Hitler vom 20. Juli 1944 hat der Enkel eines Widerstandskämpfers der Operation "Walküre" seinen Anspruch auf Landrückgabe erweitert.

Auch wenn Fürst Friedrich zu Solms Baruth der Hinrichtung durch die Nazis für seine Beteiligung am Anschlag entkam, wurde er nach seiner Verhaftung am 21. Juli 1944 über neun Monate lang gefangen gehalten und gefoltert. Im März 1945 unterzeichnete er im Gefängnis eine 'Verfügungsermächtigung', mit der er seine 17.300 Hektar Land direkt an Himmler abtrat.

Die bundesdeutschen Gerichte bestätigten in der Berufung des Restitutionsverfahrens von 2014 die Gültigkeit des von Himmler genutzten Dokuments der 'Verfügungsermächtigung'.

Die Anwälte von Solms Baruth sind der Auffassung, dass neue entdeckte Dokumente, die ursprünglich im Landesarchiv falsch abgelegt und durch Zufall wieder gefunden wurden, den Schlüssel zur Beilegung des Falls enthalten. Unabhängig durchgeführte chemische Analysen der Tinte zur 'Aktenvernichtung' datieren die Dokumente in der rechtskräftigen Restitutionsfrist.

Sollte der Fall erneut abgelehnt werden, plant der Kläger gemeinsam mit Lord Peter Goldsmith, QC, den Fall vor den Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte in Straßburg zu bringen. Lord Goldsmith sagt dazu: "Durch seine Ablehnung des Restitutionsverfahrens 2014 verweigerte das Gericht die Aussage des Historikers Sir Antony Beevor sowie anderer Experten, lehnte den Bericht des britischen Geheimdienstes ab, der die Inhaftierung und Beschlagnahme als direkte Folge des Anschlags von 1944 beschreibt, und versäumte es, die Behörden um Expertenaussagen zu bitten."

Die Anwälte von Solms Baruth gehen davon aus, dass 10 bis 20 Prozent aller noch unentschiedenen Ansprüche im Brandenburgischen Landesarchiv als potentielle, neue 'Restitutions'-verfahren angesehen werden könnten - d.h. sie betreffen Handlungen der Nazi-Regierung, die vor Mai 1945 erfolgten (Restitutionsgesetze gelten nicht für Fälle nach Mai 1945).

Der Kläger Frederick Solms-Baruth sagt: "Die Wiedergutmachung dieses schmerzlichen Unrechts war der letzte Wunsch sowohl meines Großvaters als auch meines Vaters. Trots Gleichgültigkeit und Verschleierung ist es zur meiner Aufgabe geworden, und ich werde erst ruhen, wenn ich das Recht auf meiner Seite weiß. Es ist mein persönliches Ziel, dieses Land zurückzuerhalten und in Gedenken an meinen Großvater der Baruth-Region durch Investitionen, Sorgfalt und Pflege wieder zur Wohlstand zu verhelfen."

Frederick Solms Baruth steht für Interviews zur Verfügung.

Weitere erhältliche Informationen

* Wissenschaftliche Zusammenfassung

* Aussage von Lord Goldsmith

* Detaillierterer Gesamtüberblick

* Fotografien aus dem Archiv