Die vergangene Woche ist für den deutschen Leitindex positiv verlaufen, der jüngste Aufwärtstrend konnte wiederaufgenommen werden. Am Hexensabbat (viermal im Jahr kommt es an den drei weltweit wichtigsten Derivatebörsen zum großen Hexensabbat, an dem Terminkontrakte wie Futures und Optionen verfallen) stand ein Plus von 0,85% bei 11.685 Punkten auf der Anzeigentafel. Der Wochengewinn summiert sich auf satte 1,99%, die Kursentwicklung seit Jahresanfang ist mehr als erfreulich und beträgt über 10 Prozent.

Im Fokus der Marktteilnehmer stand in den letzten Handelstagen, wie so oft, die Brexit-Problematik. Am Ende des Abstimmungsmarathons in London musste man allerdings in aller Deutlichkeit feststellen, dass mal wieder kein brauchbares Ergebnis präsentiert wurde und wir letztendlich genauso schlau sind wie vorher. Die nächste Abstimmung steht bereits vor der Tür und wird an diesem Mittwoch abgehalten. Allzu große Hoffnungen sollte man jedoch nicht darauf setzen. Für gute Laune bei den Anlegern sorgte dagegen die Ankündigung, dass China die Mehrwertsteuer senken möchte, um den Konsum anzukurbeln.

Charttechnik


Wie lange kann die Erfolgsgeschichte beim deutschen Börsenbarometer noch weitergehen? Ist die sich schon abzeichnende Konjunkturabkühlung bereits eingepreist? Wenn nicht, erwartet uns aus meiner Sicht in der zweiten Jahreshälfte eine größere Korrektur an den Aktienmärkten. Und was sagt die Charttechnik?

Der DAX hat nach einem kurzen Abstecher auf der Unterseite schnell den Weg nach oben gesucht, und den wichtigen Widerstand auf der Tagesebene bei 11.697 Zählern ins Visier genommen. Dieses wurde am letzten Freitag zwar angetestet aber nicht nachhaltig überschritten. Die Chance auf steigende Notierungen ist natürlich weiterhin gegeben. Dafür muss aber die Hürde bei 11.697 überwunden werden. Tritt das Bullen-Szenario ein, so sehen wir das nächste Ziel auf der Oberseite bei 11.850. Spätestens hier rechne ich mit einem Rücksetzer. Eine 50-Prozent-Konsolidierung würde in den Bereich von 11.600 laufen, eine Neubewertung müsste erst unterhalb von 11.500 vorgenommen werden. 

Long-Trade 
Im Stundenchart ist die Situation unverändert bullisch. Erfreulich für alle Händler, die den Long-Einstieg am 18. Februar mitgemacht haben. Ich empfehle aufgrund der Chartkonstellation die Verwaltungsart zu ändern und auf den Bewegungshandel im großen Bild umzuschalten. Der Stopp gehört dann korrekterweise auf das Level von 11.552. Der nächste Teilverkauf (1/3 der bestehenden Size) ist bei 11.850 geplant. 

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