Zunächst ist es von Bedeutung, die Diversifikation der Investition nicht aus der Acht zu lassen. Gerade für Privatanleger ist es von Bedeutung, die Volatilität des Depots nicht zu groß werden zu lassen. Dies gelingt am besten durch die Auswahl mehrerer Aktien. Bis zu 20 Werte können sich gut und gerne im Portfolio eines Privatanlegers finden. Sofern es gelingt, Unternehmen aus verschiedenen Branchen und Ländern zu wählen, können Schwankungen besser ausgeglichen werden.

Viele Privatanleger begehen zu Beginn ihrer Investitionen den Fehler, sich nur auf ein einzelnes Unternehmen zu konzentrieren. Doch selbst die starke Performance, die dessen Aktie in der Vergangenheit hinlegte, ist noch keine Garantie für zukünftige Erfolge. Stattdessen entsteht auf diese Weise ein Hang zu starken Schwankungen, die eigentlich zu vermeiden gewesen wären.

Den Anlagehorizont maximieren

Die Investition eines Privatanlegers zeichnet sich in aller Regel durch einen längeren Horizont der Anlage aus. Je nach Lebensalter ist es möglich, das Kapital über Jahre und Jahrzehnte investiert zu lassen und von der laufenden Entwicklung der Wirtschaft zu profitieren. Wer dazu in der Lage ist, einen solch langen Horizont der Anlage auf das eigene Depot anzuwenden, hat einen entscheidenden Vorteil auf seiner Seite. Denn kurzfristige Schwankungen, wie sie an der Börse gängig sind, können auf diese Art ausgeglichen werden. In schwächeren Zeiten ist es möglich, alle Anteile zu halten und den Verkauf der Aktien zu niedrigen Preisen zu vermeiden. Gelingt dies, so sind Privatanleger dazu in der Lage, vom langfristigen Aufwärtstrend zu profitieren, welcher die Wirtschaft in den vergangenen Jahrzehnten auszeichnete. Je früher es deshalb möglich ist, in den Markt einzusteigen, desto eher sollte diese Chance auch wahrgenommen werden.

Dies sind nur drei wichtige Grundpfeiler, die einen Teil zu einem langfristig ausgerichteten und vielversprechenden Investment ebnen können. Diese Grundsätze, an deren Bedeutung in der Branche nicht mehr gezweifelt wird, lassen sich nun durch eine eigene Strategie ergänzen. Je nach dem, ob eher auf Wachstumsaktien oder die Kraft der Dividenden gesetzt werden soll, ergibt sich am Ende ein bunter Strauß unterschiedlicher Möglichkeiten. Besonders angesichts der niedrigen Zinsen lohnt es sich aktuell, diese Vorteile nicht außer Acht zu lassen und die Börse als Privatanleger zu nutzen.

Die Strategie wählen


Wer allein ungeordnet an der Börse agiert, dem fehlt es zumeist an der nötigen Präzision, um erfolgreich Trades abschließen zu können. Nebst einer exakten Analyse einzelner Unternehmen, die ein großes Fachwissen voraussetzt, spielt aus diesem Grund bis heute die Wahl der Strategie für Privatanleger eine wichtige Rolle. Hierbei handelt es sich um den zentralen Leitfaden, auf den gesetzt werden kann, um die eigenen Käufe zu strukturieren. Auf welche Punkte dabei der Fokus gelegt wird, bleibt dem Anleger wiederum selbst überlassen.

Typisch ist etwa die Dividendenstrategie, welche nach wie vor einen entscheidenden Vorteil aufweist. Mit ihr haben Anleger die Gelegenheit, sich ein passives Einkommen an der Börse zu sichern. So zahlen deutsche Konzerne zumindest einmal pro Jahr eine Gewinnbeteiligung an die Aktionäre aus. In den USA ist es üblich, dass diese in jedem Quartal ausgeschüttet wird. Die Strategie bringt auf diese Art nicht erst beim Verkauf der eigenen Anteile einen Gewinn mit sich. Stattdessen ist es bereits während des Besitzes der Aktien möglich, ganz klar in die Gewinnzone zu rutschen.

Wer sich stattdessen für die Strategie der Wachstumsaktien entscheidet, wird an der Stelle auf andere Schwerpunkte kommen. Von nun an geht es darum, Unternehmen zu finden, die ihre Gewinne in Gänze reinvestieren. Auf diese Weise steht mehr Kapital für die Expansion zur Verfügung, was sich in der Regel in einem rapiden Wachstum des Unternehmens zeigt. Wer in den letzten Jahren auf die typischen Wachstumsaktien von Netflix, Amazon oder Tesla setzte, konnte damit eine sehr erfolgreiche Anlage praktizieren, ohne die Kurse jedoch einzeln zu analysieren und unter die Lupe zu nehmen.

Das passende Depot wählen

Unterschätzt wird in vielen Fällen der große Einfluss, den die Kosten für das Depot auf die Gesamtrendite haben. Jeder Anbieter verfügt über individuelle Konditionen. Ist ein einzelner Trade wenige Euro günstiger, kann dies auf Jahre einen großen finanziellen Unterschied ausmachen, der durch den Effekt des Zinseszinses weiter ausgebaut wird. Die anfallenden Depotkosten richten sich in erster Linie nach der Anzahlt der Orders pro Jahr, sowie dem gehandelten Volumen. Während Onlinebanken meist auf die monatliche Grundpauschale verzichten, kommt diese bei Filialbanken noch hinzu. Denn wird der Berater der Hausbank mit den Käufen beauftragt, muss für den Service natürlich auch gezahlt werden. Wer seine Wertpapiergeschäfte online tätigt, kann dagegen erhebliche Kostenvorteile nutzen. Die Unterschiede sind auch bei den Onlinebrokern recht hoch. Bei einem Ordervolumen in Höhe von durchschnittlich 1.000 Euro, 12 Orders pro Jahr und einem durchschnittlichen Depotvolumen in Höhe von 20.000 Euro werden bei Flatex 70,80 Euro pro Jahr fällig. Bei der Consorsbank fallen nur 47,40 Euro an, bei DeGiro sind es gerade mal 27,12 Euro. Quelle: anbieter-vergleichen.de. Interessant: egal ob viele oder wenige Trades pro Jahr, die Anbieter mit den geringsten Kosten sind häufig dieselben.


Natürlich sind die Gebühren nicht das einzige Kriterium, welches an die Auswahl eines Depots angelegt werden sollte. Darüber hinaus muss das Leistungsangebot des Brokers mit den eigenen Vorstellungen übereinstimmen. Eine übersichtliche Darstellung aller Inhalte und einzelne Tools für die Analyse der Kurse und Entwicklungen runden das Angebot am Ende ab. Einige hilfreiche Tipps für die Eröffnung eines Depots gibt es z.B. unter finanzen.net.

Diversifikation über die Börse hinaus

Es wurde bereits betont, wie wichtig die Auswahl verschiedener Börsenwerte für einen erfolgreichen Einstieg in den Handel ist. Darüber hinaus ist zu beachten, dass noch andere Geld- und Sachwerte einbezogen werden. Wer sein gesamtes verfügbares Kapital an der Börse investiert, hat damit die Chance auf enorme Gewinne. Auf der anderen Seite wirken sich die natürlichen Schwankungen der Märkte sehr schnell auf den Bestand des Depots aus. Auch aus dem Grund scheint es ratsam zu sein, weiterhin auf den Nutzen der Diversifikation zu setzen.

Eine gut diversifizierte Anlage bezieht etwa Edelmetalle mit ein, die in der Regel eine kleinere Rendite mit sich bringen. Dafür sind sie weniger starken Schwankungen ausgesetzt und können auf diese Weise zum Wertbestand des Kapitalstocks beitragen. Andere Klassiker, wie etwa Immobilien, die an der Börse ebenfalls in Form der Immobilienfonds gehandelt werden können, sind in diesem Kontext ebenfalls bedenkenswert. So ist es möglich, die Anlage mit dem eigenen Risikobewusstsein in Einklang zu bringen.