Der Kurs des Euro ist am Freitag zeitweise unter 1,21 US-Dollar gefallen. Eine Dollar-Stärke setzte die Gemeinschaftswährung unter Druck und drückte den Kurs zeitweise bis auf 1,2093 Dollar. Am Nachmittag erholte sich der Euro etwas, und er stieg auf 1,2120 Dollar. Der Kurs stand damit aber immer noch etwa einen halben Cent tiefer als am frühen Morgen. Die Europäische Zentralbank (EZB) setzte den Referenzkurs auf 1,2121 (Donnerstag: 1,2225) Dollar fest. Der Dollar kostete damit 0,8250 (0,8180) Euro.

Kurz vor dem Wochenende legte die US-Währung im Handel mit allen anderen wichtigen Devisen zu. Der Dollar profitierte als Weltreservewährung von einer trüben Stimmung an den Aktienmärkten, ausgelöst durch höhere Kapitalmarktzinsen in den USA. Hintergrund sind steigende Wachstums- und Inflationsaussichten in den Vereinigten Staaten infolge des von der Regierung angepeilten Konjunkturprogramms in Billionenhöhe.

Zusätzlich Druck gab es auch durch Aussagen der EZB-Direktorin Isabel Schnabel zur jüngsten Entwicklung der Renditen von Staatsanleihen. Diese sagte am Vormittag, dass eine weitere Lockerung der Geldpolitik zur Stützung der Wirtschaft möglich sei, wenn der zuletzt starke Anstieg der Renditen die konjunkturelle Entwicklung belasten sollte. Die Notenbankerin bekräftigte damit jüngste Aussagen.

Konjunkturdaten konnten den Devisenmarkt hingegen kaum beeinflussen. In Spanien war die Inflation im Februar kräftig gefallen, während die Inflationsrate in Frankreich nur leicht sank und deutlich im positiven Bereich blieb. Am Nachmittag waren Daten zur Preisentwicklung in den USA etwa wie erwartet ausgefallen und zeigten ebenfalls kaum Wirkung am Devisenmarkt.

Zu anderen wichtigen Währungen legte die EZB die Referenzkurse für einen Euro auf 0,87053 (0,86408) britische Pfund, 128,83 (129,73) japanische Yen und 1,0986 (1,1076) Schweizer Franken fest. Die Feinunze Gold (31,1 Gramm) wurde am Nachmittag in London mit 1731 Dollar gehandelt. Das waren etwa 39 Dollar weniger als am Vortag./jkr/jsl/he

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AXC0329 2021-02-26/16:38

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