Der Eurokurs hat sich am Dienstag im US-Handel auf hohem Niveau behauptet. Die Gemeinschaftswährung kostete zuletzt 1,1398 US-Dollar, nachdem sie kurz zuvor auf ein Tageshoch von 1,1409 Dollar gestiegen war. Das war fast einen Cent mehr als im Tagestief, das im frühen europäischen Geschäft erreicht worden war. Derzeit bewegt sich der Euro auf dem höchsten Niveau seit gut einem Monat.

Die Europäische Zentralbank hatte den Referenzkurs auf 1,1375 (Montag: 1,1329) Dollar festgesetzt. Der Dollar kostete damit 0,8791 (0,8827) Euro.

Im Handelsverlauf hatte der amerikanische Dollar zunächst Rückenwind von der trüben Finanzmarktstimmung in Europa erhalten. Im Gegenzug war der Euro unter Druck geraten. An den Aktienmärkten belastete zum einen, dass in dem großen US-Staat Kalifornien wegen steigender Infektionszahlen unlängst gelockerte Corona-Beschränkungen wieder eingeführt wurden. Zum anderen gibt es neue Spannungen zwischen den USA und China wegen der Gebietsansprüche der Volksrepublik im Südchinesischen Meer.

Im weiteren Handelsverlauf jedoch wendete sich das Blatt für den Euro. In den Fokus rückten verstärkt Konjunkturdaten, die weiterhin eine Erholung nach dem Einbruch in der Corona-Krise anzeigen - allerdings in begrenztem Umfang. In der Eurozone stieg die Industrieproduktion im Mai wieder spürbar, nachdem sie im März und April drastisch eingebrochen war. In Deutschland fielen die ZEW-Konjunkturerwartungen der Finanzexperten im Juli zwar leicht zurück, allerdings waren sie zuvor dreimal in Folge gestiegen./la

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AXC0337 2020-07-14/21:05

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