BURBANK (dpa-AFX) - Disney -Chef Bob Iger hat seine Position bei dem Unterhaltungsriesen durch den Sieg gegen einen milliardenschweren Investor gestärkt. Disney-Aktionäre lehnten bei der Hauptversammlung am Mittwoch den Versuch des Finanzinvestors Nelson Peltz ab, mehr Einfluss auf die Disney-Strategie zu bekommen. Weder Peltz noch ein weiterer von ihm nominierter Kandidat wurden in den Verwaltungsrat des Unternehmens gewählt, wie Disney mitteilte.

Die von Peltz gegründete Firma Trian hält eine rund 3,5 Milliarden Dollar schwere Disney-Beteiligung. Er hatte unter anderem die hohen Verluste im Streaming-Geschäft und die Kursentwicklung der Disney-Aktie kritisiert. Iger hielt er vor, zu lange an der Spitze des Konzerns bleiben zu wollen. "Wir werden nicht verlieren", zeigte sich der 81-jährige Peltz noch vor wenigen Wochen überzeugt. Iger gelang es jedoch, wichtige Großaktionäre wie unter anderem die Disney-Nachfahren und den "Star-Wars"-Erfinder George Lucas hinter sich zu bringen.

Der 73-jährige Iger war eigentlich schon im Ruhestand, kehrte aber im Herbst 2022 wieder auf den Chefposten zurück, um seinen glücklosen Nachfolger Bob Chapek abzulösen. Er hat nun einen Vertrag bis 2026. Iger muss den Streaming-Dienst Disney+ profitabel machen und zugleich den Konzern durch das Schrumpfen des Werbegeschäfts im US-Kabelfernsehen und die Unsicherheit über die Zukunft des Kinomarktes navigieren. Er sparte rund 7,5 Milliarden Dollar ein und baute etwa 8000 Jobs ab.

Peltz hatte auch die kreative Strategie von Disney unter Iger kritisiert. So fragte er in einem Interview mit der "Financial Times", wieso es einen "Marvel"-Streifen nur mit Frauen in den Hauptrollen oder einen Film nur mit schwarzen Schauspielern geben müsse. Der Milliardär ist bekannt dafür, Anteile an Unternehmen zu kaufen und das Management zu Kursänderungen zu bringen.

Nach Informationen des Wirtschaftssenders CNBC bekam Peltz bei der Abstimmung über die Besetzung des Verwaltungsrates 31 Prozent der Stimmen. Dagegen sei Maria Elena Lagomasino, die er im Gremium ablösen wollte, auf mehr als 60 Prozent gekommen./so/DP/he

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AXC0273 2024-04-03/20:34

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