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Frauenthal Holding AG: Jahresergebnis 2021, Gewinnverwendung, Ausblick
Gesamtjahr 2022

27.04.2022 / 16:55
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• Jahresergebnis 2021
• Gewinnverwendung
• Ausblick Gesamtjahr 2022

Jahresergebnis 2021 

Die Entwicklung im Jahr 2021 ist in der Division Frauenthal Automotive von
vielen Unsicherheiten und Challenges geprägt, während die Division
Frauenthal Handel von der Baukonjunktur in Österreich und der Bereitschaft
privater Haushalte zu investieren, profitierte.
Der Konzernumsatz der Frauenthal-Gruppe liegt im Geschäftsjahr 2021 mit
MEUR 1.024,1 um MEUR 150,0 bzw. 17,2 % über dem Vorjahr und stellt den
höchsten Umsatz in der Geschichte der Frauenthal-Gruppe dar. Dieser
Umsatzzuwachs ergibt sich in Höhe von MEUR 95,3 aus der Division
Frauenthal Handel und mit MEUR 54,8 aus der Division Frauenthal
Automotive. Die Division Frauenthal Handel weist einen Jahresumsatz in
Höhe von MEUR 740,3 (+14,8 %) auf, dies ist vor allem auf die kräftige
Konjunkturerholung in der Bauwirtschaft zurückzuführen. Die Division
Frauenthal Automotive erzielt im Geschäftsjahr 2021 einen Umsatz von MEUR
283,8 und steigt gegenüber dem Vergleichszeitraum um 23,9 %. 
Die Frauenthal-Gruppe erwirtschaftet 2021 ein EBITDA von MEUR 61,1 und
liegt mit diesem Ergebnis um MEUR 23,4 über dem Vorjahr.

Die Division Frauenthal Automotive erzielt ein EBITDA von MEUR 24,0.
Operativ (Bereinigung des EBITDA 2020 um den Sonderertrag iHv MEUR 1,8 aus
einem Vergleich mit dem Berater bezüglich der EEG-Umlage) ergibt sich in
der Division Frauenthal Automotive ein Anstieg von MEUR 17,9 gegenüber dem
Vorjahreswert - dies ist durch entschlossenes Handeln und der Umsetzung
gezielter Maßnahmen zu begründen.

Die Division Frauenthal Handel liegt um MEUR 8,0 über dem Vorjahreswert
und kann somit MEUR 38,8 an EBITDA beisteuern.
Die Bilanzsumme der Frauenthal-Gruppe steigt im Vergleich zum Vorjahr um
MEUR 55,7 auf MEUR 496,7.

Das Konzern-Eigenkapital steigt von MEUR 114,4 um MEUR 14,2 auf MEUR
128,6, was vorrangig auf das positive Jahresergebnis zurückzuführen ist.
Die Eigenkapitalquote von 25,9 % zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2021
bleibt gegenüber dem Vorjahreswert unverändert.
 

in MEUR 31.12.2021 Veränderung 31.12.2020
Umsatz 1.024,1 17,2% 874,0
EBITDA 61,1 61,9% 37,7
EBITDA bereinigt ^1) 61,1 70,0% 35,9
EBIT 22,3 709,6% -3,7
EBIT bereinigt ^1) 2) 27,2 708,3% 3,4
Ergebnis nach Steuern 14,1 196,3% -14,7
Ergebnis nach Steuern bereinigt ^1) 2) 19,1 349,1% -7,7

^1) 2020: bereinigt um Sonderertrag iHv MEUR 1,8 aus einem Vergleich mit
dem Berater bezüglich der EEG-Umlage
^2)2021: bereinigt um außerplanmäßige Abschreibungen aufgrund von
Impairment in der Division Frauenthal Automotive iHv MEUR 4,9
  2020: bereinigt um außerplanmäßige Abschreibungen aufgrund von
Impairment in der Division Frauenthal Automotive iHv MEUR 4,3 und um
             außerplanmäßige Abschreibung der Marke Prisma in der Division
Frauenthal Handel iHv MEUR 4,5
 

in MEUR 31.12.2021 Veränderung 31.12.2020
Eigenkapital 128,6 12,4% 114,4
EK-Quote 25,9% 0% 25,9%

Gewinnverwendung

Aufgrund der anhaltenden Unsicherheit hinsichtlich der globalen
Auswirkungen der Krisen (die Auswirkungen des Ukraine-Krieges,
insbesondere bei Stahl-/Energiepreisen, Rohstoffverfügbarkeit und einer
möglichen weiteren Eskalation desselben, eines möglichen Kollaps der
Lieferketten, vor allem wegen der Lockdowns in China, der Chip-Krise und
weiter anhaltender Einschränkungen durch die COVID-19-Pandemie) sowie zur
Stärkung der finanziellen Stabilität der Frauenthal Gruppe haben sich der
Vorstand und der Aufsichtsrat darauf verständigt, der Hauptversammlung
vorzuschlagen, keine Dividende an die Aktionäre auszuschütten. Die
Beschlussfassung über die tatsächliche Verwendung des Bilanzgewinns
erfolgt durch die Aktionäre im Rahmen der ordentlichen Hauptversammlung am
30.6.2022.

Ausblick Gesamtjahr 2022

Der Fokus des Managements in den Geschäftsjahren 2020 und 2021 lag auf der
Sicherung der Liquidität, der Stärkung der Kundenbeziehungen und der
Verbesserung der Kostenstruktur in beiden Divisionen Frauenthal Automotive
und Frauenthal Handel.
Die rasche Reaktion auf den Markteinbruch im Geschäftsjahr 2020 in der
Division Frauenthal Automotive und der Beginn der Markterholung ab dem 4.
Quartal bewirken eine besser als zu erwartende Ergebnislage und eine
solide Liquidität für 2020. 2021 kann die Profitabilität erheblich
gesteigert werden. Auf dieser Basis und mit einer deutlich verbesserten
Kostenstruktur ist der Ausblick für das Geschäftsjahr 2022 und danach
positiv, obwohl die zweifellos bestehende hohe Unsicherheit der
Marktentwicklung zum Berichtszeitpunkt große Vorsicht vor allem in
Hinblick auf Investitionen und liquiditätssichernde Maßnahmen verlangt.
Die Entwicklung der Geschäftstätigkeit in der Division Frauenthal Handel
wird in den Folgejahren durch starken Preiskampf im Wettbewerb und
möglichen Lieferengpässen bestimmt werden. Ziel ist es, durch
Investitionen, Prozessverbesserungen und Schulungen der Mitarbeitenden das
Kundenservice weiter zu verbessern, den Fokus auf den Kundennutzen zu
setzen sowie gezielte Lagerzukäufe zu tätigen. Sofern seitens
der Regierung keine weiteren drastischen Maßnahmen gesetzt werden, z. B.
neuerlicher Lockdown der Bauwirtschaft, oder Rückschläge bei der
Impfstrategie eintreten, wird von einer Fortsetzung der Entwicklung vom 1.
Quartal 2022 ausgegangen.
 

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27.04.2022 Veröffentlichung einer Corporate News/Finanznachricht,
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