NAWARO ENERGIE zählt zu den bedeutendsten Energieproduzenten Niederösterreichs. Dies bestätigt eine aktuelle Studie der Österreichischen Energieagentur.

Zwettl (OTS) - Die NAWARO ENERGIE Betrieb GmbH zählt zu den wichtigsten regionalen Wirtschaftsmotoren im Waldviertel. Die drei Holzkraftwerke der NAWARO ENERGIE in Altweitra, Göpfritz und Rastenfeld versorgen rund 30.000 Haushalte mit Ökostrom und tragen wesentlich zur Erreichung der Klimaziele des Landes Niederösterreich bei.

Die Studie betrachtet die ökologische, gesellschaftliche und volkswirtschaftliche Bedeutung der Holzkraftwerke der NAWARO ENERGIE seit der Inbetriebnahme Ende 2007 bis heute, und bewertet geplante Investitionen und ihre Auswirkungen auf die Entwicklung bis 2048.

Die Ergebnisse zeigen die große Bedeutung von NAWARO ENERGIE für den Wirtschaftsstandort Waldviertel. Unter der Voraussetzung, dass das Erneuerbaren-Ausbau-Gesetz den Weiterbetrieb der bestehenden drei Holzkraftwerke ermöglicht, können die positiven Effekte durch zukunftsweisende Investitionen bis 2048 noch deutlich ausgeweitet werden.

Aus der Region für die Region

Aus der Studie „Regionale Biomasseheizkraftwerke“, die unter der Leitung von Lorenz Strimitzer, Österreichische Energieagentur, erstellt wurde, geht hervor, dass NAWARO ENERGIE eng mit der Region verknüpft ist und daher eine große Bedeutung für das Waldviertel hat. Einer der wesentlichen Gründe dafür ist, dass das Unternehmen seine Rohstoffe zu rund 90 Prozent aus dem Waldviertel bezieht. Die Geschäftspartner, vor allem Forst- und Gewerbebetriebe, schätzen die Verlässlichkeit des Energieproduzenten. Allein im letzten Jahr wurden rund 18 Prozent des gesamten Schadholzaufkommens im Waldviertel von NAWARO ENERGIE verarbeitet. Dazu Geschäftsführer Hans-Christian Kirchmeier: „Durch die konstante und verlässliche Abnahme von Schadholz, insbesondere Holz aus Borkenkäferbefall, können wir einen wesentlichen Beitrag zur Waldhygiene leisten. Wir verarbeiten in unseren drei Holzkraftwerken überwiegend Holz, dass für die stoffliche Verwertung, z.B. Sägeindustrie oder Papiererzeugung, keine Verwendung mehr findet. Seit unserer Gründung haben wir der Forstwirtschaft rund 112 Millionen Euro Umsatz gebracht.“ Ein Fortbetrieb der Anlagen und weitere Investitionen sollen diesen Wert in den nächsten Jahren auf rund 461 Millionen Euro steigern.

Sichere Arbeitsplätze

Die Studie analysierte unter anderem die Bedeutung von NAWARO ENERGIE für den Arbeitsmarkt im Waldviertel. Die drei Biomasseheizkraftwerke sichern in der Region aktuell deutlich mehr als 300 Arbeitsplätze. Dieser Wert würde durch geplante Investitionen zukünftig auf über 500 Arbeitsplätze steigen. Die Arbeitsplätze, überwiegend in technischen Berufen, tragen zur Erhaltung der Kaufkraft und des gesellschaftlichen Lebens im Waldviertel bei. Besonders in Zeiten der Corona-Pandemie und der damit verbundenen Wirtschaftskrise ist dies von existentieller Bedeutung. „Gerade jetzt ist es wichtig bestehende Arbeitsplätze zu erhalten und neue Arbeitsplätze zu schaffen und damit eine hohe regionale Wertschöpfung im Waldviertel zu generieren. Zusätzlich kann damit die Versorgungssicherheit mit Erneuerbaren Energien aus der Region erhöht werden“, so Hans-Christian Kirchmeier.

Erneuerbaren-Ausbau-Gesetz

Anfang 2021 soll das Erneuerbaren-Ausbau-Gesetz (EAG) in Kraft treten und die Voraussetzungen schaffen, dass Österreich bis 2030 zu 100 Prozent mit Strom aus Erneuerbaren Energien versorgt wird. „Für die Zukunft unseres Unternehmens, unserer Mitarbeiter und unserer Geschäftspartner ist das geplante Erneuerbaren-Ausbau-Gesetz (EAG) entscheidend. Erste Priorität ist die Sicherung unserer bestehenden Anlagen. Wenn das EAG das ermöglicht, dann greift Priorität zwei, nämlich Investitionen in weitere innovative und energieeffiziente CO2 neutrale Projekte, wie z.B. Pelletsproduktion oder Strom- und Wärmeerzeugung mittels Holzvergaser“, zeigt sich Hans-Christian Kirchmeier positiv, „wir wollen weiterhin ein unverzichtbarer Wirtschaftsmotor im Waldviertel sein und unsere erfolgreiche Arbeit für die Energiewende und den Klimaschutz weiter ausbauen.“

Infobox:

Die wesentlichen betriebswirtschaftlichen Kennzahlen der Anlagen über einen Gesamtzeitraum von 40 Jahren, unter Berücksichtigung des Fortbetriebes der Anlagen und geplanter Investitionen infolge des EAG:

7.580 GWh erneuerbare Energie auf den Markt gebracht
428 Mio. Euro Aufwände für Investitionen, Betrieb und Wartung >300 Arbeitsplätze dauerhaft gesichert
461 Mio. Euro an die regionale Forstwirtschaft für Brennstoffe
1,5 Mio. Tonnen CO2eq eingespart
116 Mio. Euro Löhne ausbezahlt
307 Mio. Euro Wertschöpfung geschaffen