Die weltweite Versicherungsbranche muss nach Taifun "Faxai" in Japan mit einem weiteren Milliardenschaden rechnen. Der auf Risikoanalysen spezialisierte Versicherungsdienstleister AIR Worldwide schätzt die versicherten Schäden infolge des Sturms auf 3 bis 7 Milliarden US-Dollar (2,7 bis 6,3 Mrd Euro), wie er am Sonntag (Ortszeit) in Boston mitteilte. Der Taifun war Anfang vergangener Woche (Ortszeit) in Yokosuka bei Tokio auf Land getroffen. In der Bucht von Tokio habe er immer noch mit der Stärke eines Hurrikans der Kategorie 2 getobt, hieß es.

In fast einer Million Haushalten in Tokio und der Nachbarprovinz Shizuoka fiel zeitweise der Strom aus. Nahe dem Zentrum des Sturms wurden Windgeschwindigkeiten von 216 Kilometern pro Stunde gemessen.

Zuvor hatte bereits Hurrikan "Dorian" vor allem auf den Bahamas schwere Zerstörungen hinterlassen und auch die Küste der USA gestreift. AIR Worldwide schätzte die versicherten Schäden in der Karibik bisher auf 1,5 bis 3 Milliarden Dollar. Vorstandmitglied Torsten Jeworrek vom Rückversicherer Munich Re geht allerdings davon aus, dass die Versicherungsbranche auch insgesamt mit einem mittleren einstelligen Milliardenbetrag davonkommt - vor allem, weil die USA nicht so stark getroffen wurden wie zeitweise befürchtet./stw/kro/men

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AXC0143 2019-09-16/12:50

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