Fast eine Woche nach dem Flugzeugunglück vor Java laufen die Bergungsaktionen weiter auf Hochtouren. Am Donnerstag seien 268 Taucher zwischen den Inseln Laki Island und Lancang Island im Einsatz gewesen, um vor allem nach persönlichen Gegenständen der Insassen, Leichenteilen und dem Stimmenrekorder der Boeing zu suchen, zitierte die Nachrichtenagentur Antara News die Behörden.

Die Maschine der lokalen Sriwijaya Air war am Samstag bei starkem Regen kurz nach dem Start in Jakarta im Meer zerschellt. Sie war auf dem Weg nach Pontianak auf Borneo. Wahrscheinlich sind alle 50 Passagiere und zwölf Crewmitglieder ums Leben gekommen.

Die Einsatzkräfte arbeiteten mit Dutzenden Schiffen und Booten, aber auch mit Hubschraubern. Damit sollten umliegende Inseln und Strände abgesucht werden. Der Absturz ereignete sich bei der Inselgruppe Seribu, die auch Thousand Islands genannt wird und sich in der Nähe der Küste von Java befindet.

Der 54-jährige Pilot der Boeing 737-500 habe von 1987 bis 1998 als Luftwaffenpilot gedient, bevor er Pilot von Passagiermaschinen wurde, sagte Militärsprecher Indan Gilang der Deutschen Presse-Agentur. Die Fluggesellschaft hatte bereits zuvor bekanntgegeben, dass es sich um einen erfahrenen Kapitän handelte. Warum das Flugzeug wenige Minuten nach dem Start plötzlich vom Radar verschwand und in kürzester Zeit mehr als 3300 Meter Höhe verlor, ist immer noch unklar.

Am Dienstag war der Flugdatenschreiber unter zahlreichen Trümmern auf dem Grund der Javasee gefunden worden. Der Leiter des Nationalen Komitees für Verkehrssicherheit, Soerjanto Tjahjono, hatte betont, dass es mehrere Tage dauern könnte, bis die Daten ausgelesen seien. Auch der immer noch vermisste Stimmenrekorder aus dem Cockpit könnte dabei helfen, die Unglücksursache zu klären./apa/cfn/DP/jha

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AXC0185 2021-01-14/13:10

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