Rezession, Stagflation oder reißen die Notenbanken das Ruder doch noch herum und führen die Weltwirtschaft auf Wachstumskurs? Rien ne vas plus, heißt es nur im Kasino, an der Börse ist eine Re-Allokation des Einsatzes immer möglich. Und auch notwendig. Denn egal wie volatil ein Konjunkturzyklus ist, jede Phase hat ihre eigenen Gewinner, seien es defensive Geschäftsmodelle im Abschwung oder zyklischere im Aufschwung.

Doch nicht jeder Anleger ist Volkswirt und/oder nimmt sich die Zeit zur volkswirtschaftlichen Grundanalyse, um das Depot entsprechend immer wieder neu zu positionieren und die aktuellen Gewinner-Branchen im Depot zu haben.

Die Grundidee dahinter ist klar: in Phasen des Abschwungs sollte so ein Portfolio besser abschneiden als der Gesamtmarkt, da grosso modo die größeren Verlierer außen vor gelassen wurden. Und in Phasen des Aufschwungs überdurchschnittlich abschneiden, da die „Performance-Bremser” außen vor sind.

Natürlich gibt es Hilfsmittel wie Konjunkturindikatoren, um die weitere wirtschaftliche Entwicklung einschätzen zu können. Der bekannteste aus europäischer Sicht ist dabei sicher der deutsche ifo-Index, der misst wie deutsche Unternehmen die Konjunkturentwicklung in ihrer Praxis erleben bzw. erwarten. Aber auch das gehört dann für einen Anlageprozess erst systematisiert. Was die UniCredit / Bank Austria vor mittlerweile mehr als sechs Jahren in einem Zertifikat gemacht hat: dem HVB Open End Zertifikat bezogen auf den UC European Sector Rotation Strategy Index. Anleger:innen können damit in diesen Index investieren, der für eine automatische Branchenrotation im Portfolio sorgt. Derzeit ist das Index-Portfolio sehr defensiv ausgerichtet: Bestandteile sind die Teilindizes Food & Beverage, Telekom, Versorger, Gesundheit sowie Öl & Gas

Der Index.

Maßgeblich für die Zusammensetzung des Index sind dabei die ifo-Geschäftserwartungen sowie der Markttrend. Die Zusammensetzung des UC European Sector Rotation Strategy Index wird fortlaufend an die aktuelle Konjunktur- und Aktienmarktentwicklung angepasst. Vereinfacht ausgedrückt funktioniert das so: Deuten die ifo Geschäftserwartungen auf einen Konjunkturaufschwung hin, dann sind zyklische Branchen die erste Wahl. Signalisieren sie einen Abschwung, sind defensive Sektoren gefragt. Damit bestimmen die ifo Geschäftserwartungen 50 Prozent der Zusammensetzung des UC European Sector Rotation Strategy Index. Für die anderen 50 Prozent wird aus den drei Bereichen „zyklischer Branchenkorb“, „defensiver Branchenkorb“ und „Gesamtmarkt“ der Korb mit der besten Performance in den zurückliegenden drei Monaten ausgewählt. Der zyklische Branchenkorb besteht aus den Subindizes Automobil, Grundstoffe, Chemie, Bau und Industrie.

Ein Blick in die Vergangenheit zeigt, dass das Konzept funktionierte: seit der Indexauflage in Februar 2016 liegt der Rotationsindex mit knapp 80 Prozent im Plus, der Gesamtmarkt (Stoxx Europe 600) liegt bei knappen 30 Prozent. 

INFO HVB Open End Zertifikat bezogen auf den UC European Sector Rotation Strategy Index

ISIN: DE000HVB12Y9

Emittent: UniCredit

Produkt: Index-Zertifikat

Basiswert: UC European Sector Rotation Strategy Index

Emissionstag: 24.02.2016

Laufzeit: open end

Partizipation: 1:1

Indexgebühr: 1,35% p.a.

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Aus dem Börse Express PDF vom 14.06. hier zum Download

 

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