Der oberösterreichische FPÖ-Landesparteiobmann und Landeshauptmann-Stellvertreter Manfred Haimbuchner hat die Einigung über die Übernahme des MAN-Werkes in Steyr durch den Investor Siegfried Wolf am Freitag zwar grundsätzlich begrüßt, sich aber gleichzeitig auch skeptisch gezeigt. Er gegründete dies unter anderem mit den Kontakten von Wolf nach Russland.

Die Rettung des Standortes und von Arbeitsplätzen beurteilte der FPÖ-Obmann in einer Presseaussendung seiner Partei positiv, sie sei aber auch mit dem Verlust eines großen Teils von Arbeitsplätzen verbunden und die Sache habe womöglich "eine politische Ebene, die uns allen ebenso Bauchschmerzen bereiten muss". Haimbuchner erklärte, Wolf sei beim Automobilkonzern GAZ-Group des russischen Oligarchen Oleg Deripaska beteiligt und die beiden seien in der Vergangenheit schon gemeinsam mit einem gescheiterten Rettungskonzept für Opel in Erscheinung getreten. GAZ stehe seit Jahren auf einer Schwarzen Liste des US-amerikanischen Amts für die Kontrolle von Auslandsvermögen und sei sehr konkret von US-Sanktionen bedroht. "Sollten diese Sanktionen schlagend werden, muss vorher zweifelsfrei und transparent geklärt sein, dass hier keine Verbindungen bestehen und die Zukunft des Standortes Steyr davon auch nicht betroffen ist, verlangte Haimbuchner.

Er betonte die Notwendigkeit von vorausschauender Politik, um nicht nur bestehende Arbeitsplätze zu sichern, sondern auch die von morgen und übermorgen. Speziell im Bereich der Zukunfts- und Weltraumtechnologie verfüge Oberösterreich über Unternehmenspotenzial, das weiter gefördert werden müsse.

zie/ker/phs

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