Ja, die Börsen crashen derzeit weiter munter vor sich hin. Womöglich hat sich die Dynamik in den letzten Tagen etwas abgeflacht. Ob das allerdings heißt, dass das Schlimmste nun hinter uns liegt, bleibt das große Rätsel. Das, zugegeben, niemand mit Sicherheit lösen kann.

Viele Investoren fokussieren sich auf die Mainstream-Indizes wie DAX, S&P 500 & Co. Allerdings sind auch in den Nebenreihen viele Börsenbarometer ordentlich korrigiert. Der MDAX beispielsweise hat bis zu seinem derzeitigen Stand von 18.800 Zählern rund 35,5 % an Wert verloren.

Werfen wir in diesem Sinne heute einen Foolishen Blick auf zwei spannende MDAX-Aktien, die jetzt womöglich auf die Watchlist gehören. Einfach, weil sie noch immer über nun günstigere Wachstumsmodelle verfügen.

Fielmann: Werden jetzt weniger Brillen verkauft?

Eine erste Aktie, die zu diesem Kreis wohl dazugezählt werden darf, ist die von Fielmann (WKN: 577220). Die Optikerkette, die europaweit zumindest als führend gilt, verfügt grundsätzlich über ein sehr stabiles und intaktes Geschäftsmodell. Brillen und Sehhilfen sind schließlich per se weniger zyklisch. Sehen ist wohl der absolute Basissinn, der auch in wirtschaftlich nachlassenden Zeiten nicht weniger gefragt sein wird.

Zugegeben, jetzt wo das Coronavirus grassiert, werden weniger Brillen verkauft. Die Angst vor der Ansteckung dürfte dazu führen, dass viele Fielmann-Filialen inzwischen geschlossen haben. Für ein Unternehmen, das primär auf diesen Vertriebsweg setzt, ist das natürlich ein Problem: Im laufenden Geschäftsjahr werden einige Umsätze wegbrechen.

Nichtsdestotrotz bleibt das eigentliche Geschäftsmodell solide und wachsend. Durch vermehrte Bildschirmnutzungszeiten (auch jetzt zu Hause) werden die Augen der Verbraucher konsequent schlechter. Ja, sogar im Kindesalter werden Sehhilfen immer häufiger, die durch eine älter werdende Bevölkerung zudem länger benötigt werden. Das schafft auf vielfältige Art ein konsequentes Marktwachstum.

Auf dem derzeitigen Kursniveau von 45,76 Euro (23.03.2020, maßgeblich für alle Kurse) und einem 2019er-Gewinn je Aktie von 2,11 Euro werden die Anteilsscheine lediglich mit dem 21,7-Fachen der Gewinne bewertet. Auf Basis der 2019er-Dividende von 1,95 Euro dürfte die Aktie außerdem auf eine Dividendenrendite von 4,26 % kommen. Durchaus interessante Zahlen, die man sich als Investor einmal näher anschauen kann.

Varta: Kurzfristig flop, langfristig gefragt!

Eine zweite MDAX-Aktie, die jetzt womöglich wieder in Richtung fundamental adäquat gehen könnte, ist die von Hot Stock Varta (WKN: A0TGJ5). Dass hier vor der Krise das Bewertungsmaß von Hoch zu Hoch getrieben worden ist, hat sich inzwischen gerächt. Auf dem aktuellen Kursniveau von 59,50 Euro haben sich die Anteilsscheine seit Jahresanfang ebenfalls halbiert. Wobei positiv erwähnt werden kann, dass Varta eigentlich relativ stabil durch die Korrektur gekommen ist.

Varta ist dabei ein Unternehmen, das jetzt womöglich einige Wachstumsschmerzen durchleiden wird. Die Automobilindustrie und auch andere, technische Bereiche wie Smartphone-Produzenten, die auf Batterielösungen angewiesen sind, werden jetzt weniger nach solchen Lösungen fragen. Warum? Ganz einfach: Weil das produzierende Gewerbe ebenfalls in Teilen stillsteht. Das kann und dürfte hier für sinkende Umsätze sorgen.

Tatsächlich könnte das für Varta auch eine Chance sein: Gerade in den letzten Wochen sind schließlich kritische Stimmen laut geworden, die prophezeit haben, dass Varta womöglich nicht ausreichend produziere, um die Nachfrage zu decken. Jetzt besteht eine einmalige Gelegenheit, um nachzurüsten und langfristig in die Größe hineinzuwachsen, die von den Unternehmen benötigt wird. Der Bedarf ist langfristig schließlich da.

Auf Basis des aktuellen Kursniveaus wird die Varta-Aktie bei einem 2018er-Gewinn je Aktie in Höhe von 0,66 Euro allerdings noch immer mit einem deutlich zweistelligen Kurs-Gewinn-Verhältnis von 90 gehandelt. Die Marktkapitalisierung in Höhe von ca. 2,4 Mrd. Euro könnte allerdings auf eine günstige Wachstumsgeschichte hindeuten, die zwar spekulativ und volatil sein mag. Jedoch unterm Strich ein funktionierendes und gefragtes Geschäftsmodell besitzt.

Es gibt mehr als bloß DAX & Co.

Was Investoren daher in diesen Tagen nicht vergessen sollten, ist, dass es mehr als bloß den DAX gibt. Auch in den zweiten und dritten Reihen existieren viele starke Aktien, auch im internationalen Markt. Neben Qualitätsaktien, die jetzt in der Korrektur natürlich ebenfalls interessant sind, verdienen womöglich auch Namen wie Fielmann oder Varta jetzt einen genaueren Blick.

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Vincent besitzt Aktien von Fielmann. The Motley Fool besitzt keine der erwähnten Aktien.

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