Die Ölpreise sind am Freitag haben an ihre jüngsten Verlust angeknüpft leicht gefallen. Händler verwiesen auf die trübe Stimmung am Finanzmarkt. Zuletzt kostete ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent 41,70 US-Dollar. Das waren 24 Cent weniger als am Donnerstag. Der Preis für ein Fass der US-Sorte West Texas Intermediate (WTI) fiel um 33 Cent auf 39,99 Dollar.

Die Preisentwicklung wird erneut durch die trübe Stimmung an den Finanzmärkten belastet. Ausschlaggebend dafür sind vor allem die in einigen Ländern steigenden Corona-Neuinfektionen. Diese könnte die Wirtschaftsentwicklung belasten und die Nachfrage nach Rohöl dämpfen. Der Ölverbund Opec+ versucht zwar mit Fördergrenzen, die Preise zu stabilisieren. Allerdings halten sich nicht alle Mitglieder des Verbunds an die Absprachen, was immer wieder zu Preisdruck führt.

Die Fachleute der Commerzbank nennen vor allem den Irak als Abweichler. Das Land ist der zweitgrößte Produzent und Exporteur innerhalb des Ölkartells Opec. Offenbar gibt es Spekulationen, dass sich der Irak um eine Genehmigung für höhere Ölausfuhren bemüht. Sollte er diese erhalten, dürfte die ohnehin schwächelnde Förderdisziplin innerhalb der Opec weiter sinken, warnen die Experten. Das wiederum würde den Ölpreis belasten./jsl/fba

AXC0280 2020-09-25/17:41

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