Trotz anhaltend schwierigen Finanzmärkten ein Plus von 42,8 % im vergangenen Jahr - Fokus auf umlagefinanzierter Altersvorsorge

Wien (OTS) - Vor 150 Jahren, am 24. Mai 1868 konstituierte sich Europas erste und größte „Allgemeine Arbeiter- Kranken- und Unterstützungskasse“ in Wien. Ihr erfolgreiches Wirken diente als Vorbild der Arbeitnehmer Unterstützungskasse Österreich (AUKÖ), einem Durchführungsweg der betrieblichen Vorsorge. Im Gesamtjahr 2017 erwirtschaftete die AUKÖ ein Performance-Ergebnis von 247 %, im Schnitt bis dato immerhin noch knapp 43 %. Dies ist allein durch die Veranlagung in Kryptowährungen möglich. Geprägt war das vergangene Jahr im übrigen von Niedrigzinsen und anhaltenden Unsicherheiten auf den Finanzmärkten.

Neben Bitcoin bietet die AUKÖ mit Büros in Graz und Wien den Versorgungsplan DigitalPension auch in der Kryptowährung Ethereum an. Hierzu Vorstand Dr. Richard Büttgen: „Wir sehen die digitalen Währungen durch kontinuierliches Ansparen langfristig als eine hochinteressante Veranlagungsoption für die Pensionsvorsorge im Umlagesystem. Damit wird das Risiko einer Einmalveranlagung deutlich reduziert.“ Durch den sogenannten Cost-Average-Effekt (Durchschnittskosteneffekt) wird die gegenwärtige Volatilität bei Kryptowährungen abgedämpft. Abrupte Kursabfälle bieten die Chance, wieder günstig zuzukaufen.

Alle Transaktionen sind transparent und das Kassenvermögen über eine Bitcoin Adresse für jeden nachprüfbar. Es handelt sich somit um die erste private Vorsorge nach dem Umlageverfahren. Weitere Versorgungspläne, die demnächst volldigitalisiert über eine App von der Kasse angeboten werden, sind die Krankenvorsorge Health´n´App und JoblessCare, eine Vorsorge gegen unverschuldete Arbeitslosigkeit. Die Kasse unterliegt den Bestimmungen des Betriebspensionsgesetzes und ermöglicht grundsätzlich allen ArbeitnehmerInnen in Österreich und Deutschland, Vorsorge für die Pension, gegen Arbeitslosigkeit und Arbeitsunfähigkeit und Krankheitsfälle zu betreiben.

Zudem sind die Beiträge an die Kasse lohnsteuerfrei und können über eine Bruttogehaltsumwandlung von monatlich nur EUR 25 durchgeführt werden, dies bedeutet einen Nettoaufwand von etwa EUR 16 pro Monat. Die Voraussetzung für den Beitritt zur Kasse ist ein unbefristetes Dienstverhältnis seit 12 Monaten, seit 6 Monaten bei ein und demselben Arbeitgeber für mindestens 18 Stunden wöchentlich, und ein Alter zwischen 18 und 55 Jahren. Eine Risikoprüfung wird nicht verlangt, lediglich vier grundsätzliche Erklärungen zum Gesundheits- und Beschäftigungszustand.

Forderungen zur Pensionsreform

Um den Ausbau der betrieblichen Altersvorsorge weiter zu fördern, sollten Vereinbarungen über Zusatzpensionen in allen Kollektivverträgen als Möglichkeit vorgesehen werden, fordert der Verband der Unterstützungskassen Österreichs. Betriebspensionen bringen für Unternehmen und für Mitarbeiter Vorteile an Steuern und Abgaben gegenüber Gehaltserhöhungen. In einigen Branchen bestehen bereits Kollektivverträge mit Vereinbarungen über die betriebliche Altersvorsorge. Zudem fordert der Verband, dass Eigenbeiträge der ArbeitnehmerInnen zu Unterstützungskassen wieder als Sonderausgaben steuerlich absetzbar sein sollen.

https://www.arbeitnehmerkasse.at/