BERLIN (dpa-AFX) - Der Deutsche Städtetag dringt auf mehr Versicherungsschutz gegen Elementarschäden. "Extremwetterereignisse nehmen zu und kommen in immer schnellerem Takt", teilte der Verband am Freitag mit. Dass sich Bund und Länder am Donnerstagabend nicht auf eine Linie einigen konnten, sei keine gute Nachricht.

Die Länder hatten für Hausbesitzer eine Versicherungspflicht gegen Elementarschäden verlangt. Der Bund will nach Worten von Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) dagegen lediglich Versicherer verpflichten, solche Wohngebäudeversicherungen mit Elementarschaden-Komponente anzubieten.

Die Angebotspflicht sei eine gute Option, sagte der Städtetagspräsident, Münsters Oberbürgermeister Markus Lewe. "Dann müssten Kunden aktiv wählen, wenn sie keine Elementarschadenversicherung wollen." Lewe fügte hinzu: "Gar keine Lösung ist aber die schlechteste Lösung, die Gespräche dazu müssen jetzt weitergehen."

Auch die Versicherer bevorzugen die Angebotspflicht als Kompromiss. Der Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft äußerte Bedauern darüber, dass es am Donnerstag keine Einigung gab. Es bleibe aber auch wichtig, bei Vorsorge und Klimafolgenanpassung voranzukommen, hob der Verband hervor.

Bundesumweltministerin Steffi Lemke (Grüne) sagte, die Starkregenereignisse der letzten Wochen zeigten, wie wichtig es sei, besser vorzusorgen angesichts der Risiken der Klimakrise. "Der Schutz vor Elementarrisiken muss in Risikogebieten zum Standard werden."/bf/DP/mis

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AXC0136 2024-06-21/14:45

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