Liquidität der österreichischen KMUs muss auch im Lockdown sichergestellt werden

Wien (OTS) - „Das Erfolgsrezept zur Liquiditätssicherung unserer EPU und KMU sind schnelle Auszahlungen verbunden mit Abrechnungen im Nachhinein. Unsere Unternehmerinnen und Unternehmer können nicht warten, bis die COFAG in die Gänge kommt und die Wirtschaftshilfen genehmigt und auszahlt“, erklärt Christoph Matznetter, Präsident des Sozialdemokratischen Wirtschaftsverbandes (SWV).

Matznetter und die SPÖ haben heute, zusammen mit den Neos, im Nationalrat einen Antrag eingebracht, der sicherstellen würde, dass alle EPU und KMU, die vom derzeitigen sowie von etwaigen kommenden Lockdowns direkt und indirekt betroffen sind, für das erste Quartal 2021 eine rasche Hilfe in Form einer vollen Verdienstentgangsentschädigung erhalten. Dazu soll zunächst eine unbürokratische Liquiditätsspritze in Form einer Akontozahlung in der Höhe von 50 Prozent des Vorjahresumsatzes für das erste Quartal 2021 erfolgen. Die tatsächliche Subvention soll dabei mit dem entsprechenden Verdienstentgang (im Vergleich zum Vorjahresquartal) begrenzt sein und im Rahmen der Einkommensteuer 2021 zum Jahresende abgerechnet werden. „Wir fordern seit Beginn des ersten Lockdowns eine Entschädigung des Verdienstentgangs. Dies wäre das unkomplizierteste und schnellste Instrument. Daran halten wir fest. Darüber hinaus muss sichergestellt werden, dass alle offenen Unterstützungsanträge bei der COFAG möglichst rasch ausgezahlt werden!“, fordert der SWV-Präsident. Der entsprechende Antrag wurde im Zuge der heutigen Nationalratssitzung mit den Stimmen der ÖVP und der Grünen abgelehnt.

„Es reicht nicht, die Existenz unserer Unternehmen nur für diesen Lockdown sicherzustellen. Auch für etwaige weitere Lockdowns, auf die wir natürlich alle nicht hoffen, müssen verbindliche Lösungen gefunden werden. Die österreichischen Unternehmerinnen und Unternehmer brauchen endlich Rechtssicherheit, wenn die Wirtschaft wieder in Schwung kommen soll!“, stellt Matznetter abschließend klar.