GLOBAL 2000: Für ein gutes Leben für alle innerhalb der Grenzen unserer Erde braucht Österreich endlich eine Kreislaufwirtschaftsstrategie und ein Lieferkettengesetz

Die Umweltschutzorganisation GLOBAL 2000 ruft zum Black Friday zu einem Ende des Überkonsums und einen Einstieg in die Kreislaufwirtschaft auf. Außerdem fordert die GLOBAL 2000 fordert als Teil der EU-weiten Kampagne “Justice is Everybody’s Business!” (dt.: Gerechtigkeit geht uns alle an!) ein starkes Lieferkettengesetz, das Menschenrechte und Umwelt schützt und Unternehmen endlich für die Ausbeutung und Zerstörung in globalen Lieferketten zur Verantwortung zieht.

“Der Einkaufswahnsinn rund um den Black Friday zeigt besonders eindrücklich, dass ein ‘weiter wie bisher’ nicht mehr möglich ist. Die Produktion all dieser billigen Konsumgüter für uns in Österreich und Europa setzt lange Lieferketten voraus, in denen Menschen weltweit ausgebeutet und die Umwelt zerstört wird. Um zu einer suffizienten Kreislaufwirtschaft zu kommen, sind deshalb Lieferkettengesetze ebenso notwendig wie absolute Reduktionsziele für den Ressourcenverbrauch und eine Abkehr von Wirtschaftswachstum als gesellschaftliches Ziel. Die Verantwortung für nachhaltigen Konsum darf nicht auf die Konsument:innen abgeschoben werden, sondern muss gesetzlich geregelt werden”, sagt Anna Leitner, Expertin für Ressourcen und Lieferketten bei GLOBAL 2000. 

“End-of-pipe”-Lösungen sind nicht genug
Zu oft versuchen Politik und Wirtschaft, den Fokus auf das Ende der Wertschöpfungskette zu legen. Verantwortung und Lösungen werden bei den Bürger:innen und in der Abfallwirtschaft gesucht. Durch Greenwashing und exzessive Werbung werden Konsument:innen jedoch zu falschen Lösungen verführt und durch ständig neue Trends zu immer mehr Konsum verleitet.

“Hinter jeder Jeans und hinter jedem Fernseher stecken lange Transportwege und viele Ressourcen. Gerade durch die vielen Rabattaktionen rund um den Black Friday werden diese Lieferketten verschleiert. Statt Waren zu Schleuderpreisen verkaufen zu können, sollten Firmen hier für die Auswirkungen ihrer Produkte zur Verantwortung gezogen werden. Dazu gehört die Einhaltung von Gesetzen und sozialen Standards zum Schutz der Arbeiter, aber auch die Eindämmung von und Kostenübernahme für entstandene Umwelt- und Klimaschäden. Diese Verantwortung darf nicht enden, sobald ein Produkt in den Regalen landet. Auch Probleme wie die Vernichtung von überschüssiger Ware, die Rücknahme und fachgerechte Entsorgung von Produkten sollte in einem Lieferkettengesetz geregelt sein. So können die Firmen, die den größten Schaden anrichten, dafür auch verantwortlich gemacht werden”, sagt Leitner abschließend.