Erstmals meldet sich heuer der Vorjahressieger zurück. Kontron (S&T) war in August auf Monatsbasis die umsatzstärkste Aktie in den auf Österreich spezialisierten Echtgeld-Depots bei Wikifolio. Die Umsätze kamen aber vorwiegend durch Verkäufe zustande. Wie auch bei Raiffeisen Bank International, Österreichische Post und der voestalpine. Erste Group und Agrana waren die Pendants auf der Käuferseite.

 

Kontron ist seit Juli auch Teil des Wikifolio des Börse Express zu österreichischen Aktien „Top of Analysts Österreich”. Wie auch - wenn wir bei den Top-10-August-Titel bei Wikifolio bleiben - für AT&S sowie ams-OSRAM gilt.

Im August haben wir uns im Wikifolio angesichts des Übernahmeangebot von der letzten Hälfte unser s Immo-Anteile getrennt, dabei einen Gewinn größer 40 Prozent eingestreift, und haben einen Teil der SBO-Gewinne versilbert (das wollten wir auch bei AT&S machen, der Kurs ging aber vorher südwärts...). Idee ist, Cash zu schaffen, für sicher folgende Möglichkeiten. Aktuell liegt die Cashquote bei rund 15 Prozent. Das Wikifolio „Top of Analysts Österreich” liegt seit der Auflage - Dezember 2014 - bei einer Performance von im Schnitt 4,5 Prozent pro Jahr - das mit einem Risikofaktor von 0,59.

Wikifolianer kommentieren.

‘Österreich I’ zu Lenzing: „Kauf - Lenzing, eine Investition in die Zukunft! Für langfristige Anleger ist diese Aktie sicher interessant, die Produkte sind "zukunftsfit" und für die Gewinnentwicklung in den nächsten Jahren schaut es gut aus!

‘Smart Selection - Green zu Lenzing: „Lenzing hat die Quartalszahlen vorgelegt: Umsatzerlöse um mehr als 25 Prozent gesteigert, Ergebnisentwicklung durch drastisch gestiegene Energie-, Rohstoff- und Logistikkosten beeinflusst; EPS nach 6 Monaten bei 2,36 € (Vorjahr 3,06 €).”

‘Austria Value Invest’ zu AT&S: „Ich kann die Bewegungen der Himmelskörper berechnen, aber nicht die Verrücktheit der Menschen”. Dieses von Isaac Newton stammende Zitat über das Verhalten der Börse kam uns unweigerlich beim Anblick der AT&S-Aktie in den Sinn. Das Unternehmen lieferte im Q1 des aktuellen Wirtschaftsjahres sehr genau das ab was angekündigt war und bekräftigte den Ausblick. Als Reaktion verlor der Titel mehr als 5%. Als langfristig orientierte Investoren wundern wir uns über diese Reaktion, nehmen sie aber gelassen zur Kenntnis. Inhaltlich verweisen wir auf unsere Analysen zum Jahresergebnis.

‘Ethisch-ökologischer Mix’ zu AT&S: AT&S legte mal wieder ein Rekordquartal vor. Der Umsatz stieg um ca. 50% und der Gewinn wurde fast verdreifacht auf sagenhafte 2,35 Euro je Aktie. Das Unternehmen wird auch in den nächsten Jahren im zweistelligen Prozentbereich wachsen und der Gewinn sogar noch deutlicher. Wenn ich die 2,35 € auf das Gesamtjahr hochrechne, dürfte ein Gewinn von ca. 9 Euro nicht utopisch sein. Der Wachstumswert wird also z.Z. mit einem KGV von 5 bewertet. Ausschlaggebend ist der China / Taiwan Konflikt, da AT&S große Produktionsstätten in China betreibt. Sollte sich der Konflikt hoffentlich bald beruhigen, sehen wir sicher wieder deutlich höhere Kurse.

‘Austria Value Invest’ zu Raiffeisen Bank International: „Wir hielten den Absturz der RBI-Aktie im Frühjahr für zu dramatisch und kauften daher zu. Das veröffentlichte Halbjahresergebnis hat uns nochmals höchst positiv überrascht. So lässt der Abschluss nachhaltige Konzernergebnisse jenseits der 2 Mrd Euro erwarten, woraus sich ein KGV von 2 (in Worten ZWEI) ergibt. Auch wurden Kreditvolumen und Haftungen für die Geschäfte in Russland weiter reduziert, sodass auch die Ausfallrisiken geringer wurden. Selbstverständlich wird die Aktien noch einige Zeit durch den Krieg in der Ukraine belastet sein, doch haben politische Börsen bekanntlich kurze Beine. Wir verfolgen die weitere Entwicklung aufmerksam und mit großer Zuversicht.”

‘Austria Value Invest’ zu Erste Group: „Wir haben uns auf Basis des Halbjahresergebnisses entschieden, unsere Bestände an Erste Bank-Aktien etwas aufzustocken. Nach unserer Wahrnehmung war die Aktie zum Jahresbeginn fair bewertet und verlor im Zuge des Krieges in der Ukraine rund 40% an Wert, obgleich sie in den unmittelbar betroffenen Staaten de facto nicht engagiert ist. Der Halbjahresabschluss zeigt ein Wachstum der Ergebnisse oberhalb der Inflation. Wir gehen daher davon aus, dass sich die Aktie spätestens nach dem hoffentlich zeitnahen Ende des Ukrainekrieges wiederum zu alter Stärke aufschwingt. Zwischenzeitlich erfreuen wir uns an knapp 8% Dividendenrendite.”

 

Aus dem Börse Express PDF vom 02.09. hier zum Download

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