Die Wiener Börse hat am heutigen Montag mit schwächerer Tendenz geschlossen. Der heimische Leitindex ATX fiel gegenüber dem Freitag-Schluss (3.747,12) um 0,85 Prozent auf 3.715,27 Zähler. Der ATX Total Return, bei dem Dividendenzahlungen mitberücksichtigt werden, konnte sich hingegen um 0,54 Prozent verbessern.

Gedrückt wurde der ATX vor allem von den Abschlägen bei den Titeln der Erste Group in Höhe von 5,6 Prozent. Zudem schlossen Vienna Insurance Group um 3,7 Prozent im Minus. Beide Titel wurden heute ex-Dividende gehandelt.

Erneut deutlich fester mit plus 6,9 Prozent zeigten sich s Immo und knüpften damit an die klaren Freitagsgewinne an. Die Immobiliengesellschaft hat im 1. Quartal 2024 ihre Mieterlöse von 47,6 Mio. auf 58,4 Mio. Euro gesteigert und ihr Ergebnis verbessert: Der Gewinn vor Steuern stieg von 5,8 auf 6,5 Mio. Euro, unterm Strich blieb ein Überschuss von 0,5 Mio. Euro, nach 1,2 Mio. Euro Verlust vor einem Jahr. Auch die Immofinanz legt heute nach Börsenschluss Quartalszahlen vor. Die Aktien zeigten sich im Vorfeld 0,2 Prozent leichter.

Die Immofinanz bereitet ein "Squeeze-out" bei ihrer Tochtergesellschaft s Immo vor, war bereits am Freitag bekannt geworden. Die Minderheitsaktionäre der s Immo sollen gegen eine Barabfindung ihre Aktien auf die Immofinanz übertragen. Die Höhe der Barabfindung soll durch ein Bewertungsgutachten festgestellt werden.

Porr konnten sich um 1,8 Prozent auf 14,60 Euro verbessern. Die Analysten der Erste Group haben ihre Kaufempfehlung "Buy" für die Aktien nach der jüngsten Zahlenvorlage des Baukonzerns bestätigt. Das Kursziel wurde von 18,7 auf 20,0 Euro nach oben gesetzt.

Aktien der OMV gewannen 0,6 Prozent. Die für Gasexport zuständige Tochter der Gazprom hat ihre Klage in Russland, mit der sie am 24. Mai in erster Instanz der OMV Gas Marketing and Trading GmbH die Fortsetzung eines Stockholmer Schiedsverfahren verbieten ließ, insbesondere mit EU-Sanktionen erklärt. Dies resultiert aus der Entscheidung des Petersburger Handelsgerichts, die am Wochenende veröffentlicht wurde. Konflikte mit Gazprom könnten am Dienstag auch Thema der Ordentlichen Hauptversammlung der OMV werden.

Konjunkturdaten rückten ebenfalls ins Blickfeld der Investoren, konnten die Märkte aber nicht merklich bewegen. Das deutsche Ifo-Geschäftsklima stagnierte im Mai auf dem Vormonatswert von 89,3 Punkten. Befragte Fachleute hingegen hatten mit einem Anstieg auf 90,4 Zähler gerechnet. Die Unternehmen beurteilten ihre aktuelle Geschäftslage schlechter als zuletzt, ihre Aussichten für die kommenden Monate jedoch günstiger.

ger/ste

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