Die Wiener Börse hat am Mittwoch zu Mittag vor mit Spannung erwarteten US-Inflationsdaten etwas tiefer notiert. Der ATX stand gegen 12 Uhr 0,11 Prozent tiefer bei 3.581,95 Punkten. Der breiter gefasste ATX Prime gab um 0,10 Prozent auf 1.796,04 Zähler nach.

Die Kursverluste im freundlichen europäischen Umfeld waren zur Wochenmitte jedoch technischer Natur. BAWAG-Aktien büßten nämlich angesichts eines Dividendenabschlags von 5,00 Euro optisch starke 5,3 Prozent oder 3,20 Euro ein. Der ATX Total Return, der auch Dividendenausschüttungen miteinbezieht, lag hingegen mit einem Kursgewinn von gut 0,6 Prozent im europäischen Mittelfeld.

Allgemein liegt das Interesse am Markt bei der Geldpolitik dies- und jenseits des Atlantiks. "Die nächsten beiden Tagen stehen im Zeichen der Notenbanken," erklärte Christian Henke vom Broker IG beispielsweise und weiter: "Mit den heutigen US-Inflationsdaten und dem morgigen EZB-Zinsentscheid könnten an den Aktienmärkten die Weichen für die kommenden Wochen gestellt werden."

Marktbeobachter erwarten bei den am Mittwochnachmittag anstehenden US-Verbraucherpreisdaten zwar keine Überraschungen, die Teuerung dürfte damit aber dennoch weiterhin deutlich über dem Zwei-Prozent-Ziel der US-Notenbank Fed liegen. Angesichts der hartnäckigen Teuerung und der robusten US-Konjunktur werden rasche Zinssenkungen durch die Fed immer unwahrscheinlicher.

Unter den ATX-Schwergewichten abseits der BAWAG verfestigten sich Andritz, Verbund und Erste Group um jeweils ein Prozent. Um ein Prozent hinab ging es indes für OMV-Papiere.

AT&S stiegen im freundlichen Sektorumfeld um 0,3 Prozent. Starke Zahlen des taiwanesischen Chipriesen TSMC gaben auch europäischen Halbleiterwerten Rückenwind.

SBO gewannen inzwischen zwei Prozent. Die Analysten der Berenberg Bank haben ihre Kaufempfehlung für die Anteilsscheine des Ölfeldausrüsters bei einem angehobenen Kursziel bekräftigt.

spa/ste

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