Die Wiener Börse hat sich am Donnerstagmittag deutlich im Minus präsentiert und damit die Abschläge vom Frühhandel ausweitet. Bis etwa zwölf Uhr fiel der heimische Leitindex ATX um 1,42 Prozent auf 3.166,41 Einheiten. Auch an den europäischen Leitbörsen gab es klare Kursverluste zu beobachten. International drückten vor allem die jüngsten Aussagen von der US-Notenbank auf die Aktienkurse. Die Fed hatte zuletzt eine weitere Anhebung der Leitzinsen im heurigen Jahr angedeutet.

Das Ende des Zinserhöhungszyklus in den USA wurde noch nicht ausgerufen, formulierten die Helaba-Analysten. Am Berichtstag standen nun weitere Zinsentscheidungen von einigen Notenbanken im Fokus. Die Schweizerische Nationalbank sieht nach fünf Zinserhöhungen in Folge überraschend von einer weiteren geldpolitischen Straffung ab und lässt ihren Leitsatz unverändert bei 1,75 Prozent.

Schwedens Zentralbank versucht die hohe Inflation mit einer weiteren Zinserhöhung zu zügeln. Sie erhöhte den geldpolitischen Schlüsselsatz um 0,25 Prozentpunkte auf 4,0 Prozent. Auch in Norwegen wurden die Leitzinsen wie erwartet weiter angehoben. Im weiteren Verlauf stehen noch die Zinsentscheidungen in Großbritannien und der Türkei auf dem Kalender.

Am heimischen Aktienmarkt gestaltete sich die Meldungslage wie bereits am Vortag sehr mager. Im Technologiebereich büßten AT&S 3,8 Prozent ein. Die schwergewichteten Banken BAWAG, Erste Group und Raiffeisen Bank International gaben zwischen 1,2 und 1,5 Prozent nach.

Klar tiefer ging es auch mit den Werten aus dem Ölbereich. OMV-Anteilsscheine ermäßigten sich um 1,4 Prozent. Die Papiere des niederösterreichischen Ölfeldausrüsters Schoeller-Bleckmann gaben um 2,5 Prozent nach. Auch die Rohölpreise kamen etwas zurück.

voestalpine schwächten sich um 2,5 Prozent ab. Die Verbund-Papiere fielen um 2,5 Prozent zurück, nachdem die Titel des Stromversorgers am Vortag noch um 3,8 Prozent zugelegt hatten. In der zweiten Reihen rutschten Austriacard um 4,6 Prozent ab.

ste/mik

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