Die Wiener Börse hat sich am Donnerstagmittag erneut schwach präsentiert und damit die klaren Vortagesverluste ausgeweitet. Bis 12 Uhr büßte der heimische Leitindex 1,42 Prozent auf 2.959,53 Punkte ein, nachdem er bereits am Vortag um 2,2 Prozent an Wert verloren hatte. Auch die europäischen Leitbörsen präsentieren sich wieder in der Verlustzone.

International lasteten die Sorgen von einer merklichen Konjunkturabschwächung auf den Kursen. Am Mittwoch hatte US-Notenbankchef Jerome Powell die Möglichkeit einer Rezession eingeräumt. Eine solche zu vermeiden sei "sehr herausfordernd". Hintergrund ist der intensive Kampf vieler Zentralbanken gegen die hohe Inflation.

Am heimische Aktienmarkt standen im Mittagshandel die schwergewichteten Bankenwerte unter Verkaufsdruck. Erste Group verbilligten sich um 2,7 Prozent und BAWAG gaben um 2,2 Prozent ab. Die Aktionäre der Raiffeisen Bank International mussten ein sattes Minus von 3,9 Prozent verbuchen.

Kurszuwächse gab es hingegen bei den Stromversorgern zu sehen. Die Aktien von EVN und Verbund steigerten sich jeweils um 0,5 Prozent.

Unter den weiteren Schwergewichten bauten Andritz ein Minus von 2,1 Prozent. Die Wienerberger-Anteilsscheine ermäßigten sich um 2,4 Prozent.

voestalpine gaben weitere 1,9 Prozent ab, nach der Talfahrt am Mittwoch. Am Vortag war die Aktien in einem sehr schwachen europäischen Stahlsektor um beachtliche 13 Prozent eingebrochen.

Optisch starke 7,6 Prozent büßte die Porr-Aktie ein. Die Anteilsscheine des Baukonzerns werden jedoch ex Dividende gehandelt.

Rosenbauer gewannen leicht um 0,3 Prozent. Der oberösterreichische Feuerwehrausrüster übernimmt die US-Tochter Rosenbauer America zur Gänze, wurde bekannt.

Warimpex-Aktien wurden noch nicht gehandelt, nachdem sie zur Wochenmitte bei 0,874 Euro geschlossen hatten. Hier haben die Analysen der Erste Group ihr Kursziel für die Titel des Immobilienunternehmens von 1,75 auf 1,30 Euro nach unten revidiert. Die Kaufempfehlung "Buy" wurde hingegen bestätigt.

ste/spa

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