Die Wiener Börse hat am Donnerstagnachmittag die Verluste klar ausgeweitet. Der heimische Leitindex ATX gab gegen 14.25 Uhr um 0,81 Prozent auf 2.313,46 Punkte nach. Auch an den europäischen Leitbörsen herrschten negative Vorzeichen vor.

Die Aussicht auf Kursverluste an der Wall Street und Gewinnmitnahmen auf die jüngsten Kursaufschlägen belasten etwas die Stimmung. Zuvor hatte der ATX vier Gewinntage in Folge absolviert. Die Bekanntgabe der aktuellen geldpolitische Beschlüsse der EZB lieferte kaum sichtbare Auswirkungen. Die EZB belässt den Leitzins wie erwartet unverändert bei 0,0 Prozent und ergreift keine weiteren Anti-Krisen-Maßnahmen in der Corona-Pandemie.

Am heimischen Markt gestaltet sich die Meldungslage auf Unternehmensebene unverändert dünn. Frequentis-Papiere erholten sich klar um 5,6 Prozent, nachdem die Titel des Technologiekonzerns zur Wochenmitte um mehr als elf Prozent eingebrochen waren. Verantwortlich für den Kursrutsch wurde die Meldung gemacht, dass die Wiener Firma Einlagen in Höhe von 31 Mio. Euro bei der von einem Bilanzskandal erschütterten Mattersburger Commerzialbank hält.

Auffällige Kursbewegungen absolvierten zudem Do&Co mit einem Plus in Höhe von 5,2 Prozent. Am anderen Ende der Kursliste büßten die Aktien von Flughafen Wien, Palfinger und Semperit jeweils mehr als vier Prozent ein.

Unter den Schwergewichten in Wien verbilligten sich Erste Group um zwei Prozent. Die Aktionäre der Raiffeisen Bank International mussten einen Kursrückgang von 1,1 Prozent verbuchen. OMV gaben ebenfalls um 1,1 Prozent nach. Verbund-Anteilsscheine steigerten sich hingegen um 2,8 Prozent. voestalpine schwächten sich um 2,4 Prozent und Wienerberger fielen in ähnlichem Ausmaß um 2,3 Prozent. Andritz gaben etwas moderater um 0,6 Prozent nach.

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