Die unabhängigen Verlage suchen nach der Insolvenz des Buchgroßhändlers KNV Wege aus der Krise. Vor allem die kleinen Unternehmen säßen auf einem Berg offener Rechnungen, sagte Sebastian Wolter, Geschäftsführer des sächsischen Verlages Voland & Quist, am Freitag auf der Leipziger Buchmesse. In seinem eigenen Haus seien 12 Prozent des Jahresumsatzes 2018 dahin, bei anderen Kollegen seien es bis zu 20 Prozent.

Die Verlage nutzen die Buchmesse, um Aufmerksamkeit für ihre Situation zu schaffen. Andreas Illmann, Gründer des Berliner Schaltzeitverlages, hat die Aktion #Wirmüssenjetztstrampeln ins Leben gerufen. Damit will er über die sozialen Medien auf die Umsatzeinbußen hinweisen - und letztlich auch den Buchverkauf ankurbeln.

KNV hatte Mitte Februar Insolvenz angemeldet. Das Unternehmen fungiert als Zwischenhändler zwischen Verlagen und Buchläden. Die KNV-Krise habe wegen langer Zeiträume für das Begleichen von Rechnungen ausgerechnet das wichtige Weihnachtsgeschäft getroffen, sagte Wolter./bz/DP/jha/

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AXC0116 2019-03-22/12:15

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